Stolberg: Stolberger Feuerwehr blickt auf ein Rekordjahr mit 6500 Einsätzen zurück

Stolberg : Stolberger Feuerwehr blickt auf ein Rekordjahr mit 6500 Einsätzen zurück

Dass der nächste Großeinsatz für die Stolberger Feuerwehr bald ansteht, ahnten die zahlreichen Wehrkräfte am Freitagabend im Jugendzentrum Münsterbusch noch nicht. Bei der Jahreshauptversammlung blickte man auf das vergangene Jahr zurück und stellte ein ausgezeichnetes Engagement der ehrenamtlichen Helfer fest.

In der Nacht von Sonntag auf Montag rückten die Feuerwehrfrauen- und männer bei dem großen Unwetter (wir berichteten) dann wieder aus und belegten, was Wehrleiter Andreas Dovern zuvor feststellte: „Wir zeigen Zusammenhalt und Stolz — und dass die Feuerwehr noch lange nicht zum alten Eisen gehört!“

Die Stolberger Freuerwehr konnte 32 Beförderungen verteilen. Wehrleiter Andreas Dovern (oberes Bild, 1. Reihe, 2.v.l.) bedankte sich bei zahlreichen Kameraden für ihr langjähriges Engagement bei der Feuerwehr. Foto: Christian Ebener

Im Gegenteil, denn die Feuerwehr Stolberg erlebte 2017 ein Rekordjahr. 5450 Rettungseinsätze bedeuteten ein Plus von 318 Einsätzen, dazu kamen 1010 Feuerwehreinsätze und 426 Alarmierungen — ein Höchstwerk. Insgesamt summierten sich 6500 Einsätze mit 7813 beteiligten Kräften, die insgesamt 7547 Einsatzstunden absolvierten. Dazu kamen nochmal 1456 Übungsstunden. Schneechaos, Ölspuren, feststeckende Züge und zahlreiche Unfälle sorgten für ein arbeitsreiches Jahr. Für ein kurioses Highlight sorgte ein entlaufener Bulle, aber auch diesen Auftrag meisterten die erprobten Wehrkräfte, die zudem im Jahr 2017 eine neue Gerätehalle in Zweifall errichteten.

Die Feuerwehr sah Dovern „im Zeichen des Fortschritts“. Sechs neue Fahrzeuge und jede Menge Ausrüstung konnten in Betrieb gestellt werden, wofür er sich auch beim anwesenden Bürgermeister Tim Grüttemeier bedankte. Dieser erinnerte an die Gründung der Stolberger Wehr 1884, die von einem Brand im Aachener Rathaus angeregt wurde. Er blickte zurück auf bewegte Jahre und konnte feststellen: „Es ist richtig und wichtig, ihnen beizustehen!“

Ein besonderes Dankeschön ging ebenso an die Eschweiler Feuerwehrkameraden, die zahlreich erschienen waren. „Zwischen beide Feuerwehren passt kein Blatt. Das sind nicht nur Kameraden, sondern Freunde in der Nachbarschaft“, machte Dovern klar, wofür er großen Applaus, nicht nur aus der indestädtischen Vertretung erntete.

Feuerwehr-Geschäftsführerin Regina Erschfeld widmete sich anschließend dem Geschäftsbericht, indem sie neben den Einsatzstatistiken auch die ungebrochen große Zahl an Ehrenamtlern lobend hervorhob. 536 Kräfte sind in der Stolberger Feuerwehr aktiv, davon 234 Ehrenamtler, 89 in der Jugend, 60 im musikalischen Bereich und 88 in der Ehrenabteilung. Allen davon — und natürlich auch den Hauptamtlern — galt an diesem Abend uneingeschränktes Lob für ihre Tat- und Einsatzkraft für die Stolberger Bürger.

Auch um die Jugend ist es gut bestellt, wie die Stadtjugendsprecher mitteilten. 74 Jungen und 12 Mädchen und die Mitglieder des Spielmannszugs absolvierten 1085 Stunden.

Die fachgerechte Ausbildung stand dabei im Vordergrund, aber auch zahlreiche gemeinsame Aktivitäten und 15 Veranstaltungstage prägten das kameradschaftliche Leben.

Für die beeindruckenden Zahlen hatte Bernd Hollands nur beste Worte übrig: „Die Feuerwehr Stolberg erntet regelmäßig hohe Anerkennung“, sagte der Kreisbrandmeister weiter: „Und wir zeigen, dass wir nicht nur da sind, wenn man 112 wählt!“

(cheb)
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