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Übungsgelände der Bundeswehr: Stolberger Einsatzkräfte helfen bei Großbrand

Übungsgelände der Bundeswehr : Stolberger Einsatzkräfte helfen bei Großbrand

Auf dem Übungsgelände der Bundeswehr in der Nähe von Meppen brennt es nach einem Raketentest seit fast drei Wochen. Tausende Feuerwehrleute aus der gesamten Region bemühen sich bislang vergeblich, das im Moor schwelende Feuer zu löschen. .

Eine fünfköpfige Mannschaft des Technischen Hilfswerks (THW) aus Stolberg ist ebenfalls im 278 Kilometer entfernten Meppen im Einsatz. Zu ihren Aufgaben gehört die Koordination der Unterbringung und Versorgung von THW-Kräften, die gegen den Moorbrand kämpfen

Dazu wurde in Meppen ein Bereitstellungsraum 500 (BR 500) eingerichtet. Für dessen Belegung und Betrieb sind die Stolberger Kräfte mit ihrem Zugführer Thomas Pyritz in dieser Woche eingesetzt. Sie wurden von ihren Arbeitgebern freigestellt. Der BR 500 ist eine Besonderheit des THW: Aktuell verpflegen Logistik-Einheiten des THW etwa 1300 Einsatzkräfte, dafür bereiten sie mehr als 4000 Mahlzeiten am Tag zu. Dieses THW-System gibt es deutschlandweit zweimal.

Es ist dafür ausgelegt, 500 Einsatzkräfte über lange Zeiträume unterzubringen, zu verpflegen und deren Einsatzmaterial instand zu setzen. Die Kapazität des BR 500 kann auf bis zu 1500 erweitert werden. Dafür arbeiten bis zu 250 THW-Kräfte Hand in Hand und stellen die Logistik, Infrastruktur, Stromversorgung und Unterbringung sicher. Darüber hinaus leuchten Helfer die Einsatzstellen und das Lager nachts aus.

Mit inzwischen 15 Hochleistungspumpen fördern THW-Kräfte seit dem 13. September 15000 Liter Wasser pro Minute — also 250 Liter pro Sekunde. Dafür entnehmen sie Wasser aus Flüssen und leiten es in drei Wasserförderstrecken, die bis zu sieben Kilometer lang sind. Insgesamt sind derzeit über 500 ehrenamtliche THW-Helfer aus 90 Ortsverbänden aus ganz Deutschland in Meppen im Einsatz.

 Die Stolberger Einsatzkräfte beraten sich vor der Abfahrt nach Meppen, wo sie eine Woche lang Dienst verrichten werden.
Die Stolberger Einsatzkräfte beraten sich vor der Abfahrt nach Meppen, wo sie eine Woche lang Dienst verrichten werden. Foto: Ralf Flöhr

Ehrenamtliches Engagement

Um die Einsatzbereitschaft gewährleisten zu können, benötigt das THW die Mitarbeit interessierter Bürger — auch in Stolberg. Mithelfen kann jeder ab zehn Jahren. Die Ausbildung der THW-Helfer erfolgt durch den Ortsverband oder auch durch Lehrgänge an den THW-Bundesschulen in Hoya und Neuhausen.

Der erste Technische Zug des Ortsverbandes Stolberg führt seine Ausbildungsdienste montagsabends ab 18.30 Uhr durch. Außerdem wird jüngerer Nachwuchs gesucht, der in der THW Jugend spielend helfen lernen möchte. Die Jugenddienste finden 14-tägig freitagabends ab 17:30 Uhr statt. Interessierte können sich melden unter ov-stolberg@thw.de oder 02402/24708.