Stolberger Boden bereitet Sorgen

An Atsch Dreieck : Aushub zu belastet für Deponien in der Region

Gut 5000 Quadratmeter hatte im April ein Unternehmer an der Ecke von Würselener- und Rhenaniastraße zum Bau eines Autohauses erworben.

Aber der Platz reicht nicht aus, der Stolberger sieht sich gezwungen, von der Stadt auch das etwa 4000 Quadratmeter große Nachbargrundstück zu erwerben.

Ziel für den zusätzlichen Grunderwerb, dem der Hauptausschuss zugestimmt hat, ist nicht etwa zusätzliche Betriebsflächen für sein Unternehmen schaffen zu können, sondern die Altlastenproblematik zu lösen. Die Baureifmachung des Areals ist ohnehin schwierig genug, angesichts der früheren Mehrfamilienhäuser, deren Gewölbe und Keller teilweise heute noch vorhanden sind. Noch viel schwieriger ist es jedoch, den überschüssigen Bodenaushub entsorgen zu können. Laut Gutachten ist die Entsorgung innerhalb der Region nicht legal möglich, der Transport zu entfernter liegenden, klassifizierten Deponien aus Sicht der Verwaltung unverhältnismäßig kostenaufwändig.

Um der Bodenmassen Herr werden zu können, soll der Investor neben dem eigentlichen Baugrundstück auch das benachbarte Flurstück nutzen dürfen, eine plane Fläche zu schaffen, die letztlich durch Bebauung versiegelt werden soll. Dies sei mit der zuständigen Städteregion abgestimmt. Mit dem Kaufvertrag sichert sich die Stadt ein Mitspracherecht an der zukünftigen Nutzung.

(-jül-)
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