Stolberg: Stolberger Autorin: Besonders beeindruckendes Zeitdokument angeliefert

Stolberg : Stolberger Autorin: Besonders beeindruckendes Zeitdokument angeliefert

Die Stolberger Autorin Elke Haut stellt ihr aktuelles Buch im Rahmen einer Lesung am Montag, 23. April, um 19 Uhr in der Stadtbücherei vor.

„Berliner Erinnerungen — Eine Kindheit am Lietzensee“ führt in die 1940er und 1950er Jahre zurück. Eine Zeit, in der Deutsche Flüchtlinge in Deutschland waren, in der es keine Videospiele und Smartphones gab, sondern mit Murmeln, in Berlin „Bucker“ genannt, gespielt wurde, und Seifenkistenrennen und Zoobesuche als größte Attraktionen galten. Elke Haut zeigt in den „Berliner Erinnerungen“ teils rührend, teils augenzwinkernd auf, dass selbst in den harten Nachkriegsjahren eine erfüllte Kindheit und Jugend möglich war.

Zwischen „HO-Läden“, Rosinenbombern und der sich anbahnenden Teilung Deutschlands erlebt die junge Anna kleine und angenehm leise Abenteuer, die zum Schmunzeln anregen oder zum Nachdenken. Die Geschichte der Protagonistin reicht von der Schulzeit über die Lehrjahre bis hin zur ersten großen Liebe und besticht durch große Authentizität. Was darin begründet ist, dass sich hinter der kleinen Anna die Schriftstellerin Elke Haut selbst verbirgt. Unter ihrem bürgerlichen Namen Elke Koch ist sie als Aquarellmalerin in der Kupferstadt bekannt, unter ihrem literarischen Pseudonym Elke Haut legt sie mit den „Berliner Erinnerungen“ bereits ihr viertes Buch vor.

Mit der aktuellen Episoden-Sammlung geht Haut dabei erstmals völlig autobiografische Wege, und ihr gelingt es, ein beeindruckendes Zeitdokument abzuliefern, das zugleich kurzweilig unterhält. Das Besondere an der Lesung in der Stadtbücherei, Frankentalstraße 3, ist, dass weder Elke Haut noch Elke Koch am Welttag des Buches aus den „Berliner Erinnerungen“ rezitieren werden. Stattdessen liest Dieter Haack aus Elke Hauts Buch.

Der Sprecher und Hörfunkjournalist ist regelmäßig beim WDR im Radio und als Stimme von Filmbeiträgen im Fernsehen zu hören und arbeitet auf zahlreichen Bühnen als Moderator. „Dafür, dass Dieter Haack aus meinem Buch liest, habe ich mich bewusst entschieden“, so Elke Haut. Sie verweist auf den autobiografischen Charakter der „Berliner Erinnerungen“: „Die Anekdoten und Geschichten sind ja sehr persönlich. Da ich sie selbst erlebt habe, könnte mitunter meine Stimme brüchig werden oder sogar mein Blick wässrig. Für die Zuhörer ist es daher besser, wenn ein Moderator aus meinen ,Berliner Erinnerungen‘ vorliest.“