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Stolberg plant Industriebrache erneut neu

Entwicklung findet breite Mehrheit : Kleinteilige Gewerbeflächen auf Zincoli-Areal

Die FDP enthielt sich, weil der Kamin erhalten bleiben soll. Die Grünen waren dagegen, weil von ihren Vorstellungen eines Kultur- und Freizeitparks nichts übrig blieb. Aber die breite Mehrheit des Stadtrates stimmte der Aufstellung eines neuen Bebauungplans für das Münsterbuscher Zincoli-Gelände zu, mit dem eine kleinteilige Entwicklung als Gewerbegebiet festgeschrieben werden soll.

Mit dieser Entscheidung hat sich der Rat nun auch offiziell verabschiedet von dem Gedanken, dort einen Bau- und Gartenmarkt oder eine andere großflächige, aber innenstadtverträgliche Nutzung zu etablieren.

18 Jahre nachdem der Zink verarbeitende Betrieb den Standort zwischen Mauerstraße und Schellerweg verlassen hat, wird erneut ein neues Planungskapitel aufgeschlagen. Anfangs scheiterte der Versuch, einen Erweiterungsbau für das Dienstleistungszentrum dort zu etablieren.

2006 erfolgte eine Investorenausschreibung, und ein architektonisch hochwertigen Konzept für eine Bau- und Gartenmarkt-Ansiedlung nebst Betrieben aus der Freizeitbranche der Strabag-Tochter Züblin. Die Umsetzung zog sich über Jahre vergeblich hin. Die Pläne wurden mehrfach abgespeckt. Letztlich blieb ein kleinerer Baumarkt mit weiteren Supermärkten mit innenstadtrelevanten Sortimenten.

2014 setzte Regierungspräsidentin Gisela Walsken der Stadt die Pistole auf die Brust: Entweder dieses Zincoli-Projekt oder eine Förderung für die Innenstadt. Der Rat entschied sich für die Talachse. Weitere Versuche eines Projektentwicklers, einen Baumarkt oder irgendeinen größeren Ankermieter zu finden, zerschlugen sich ebenso wie eine erneute städtische Ausschreibung zu verbesserten Konditionen.

Nun sollen flexible kleinteilige Gewerbegrundstücke um 5000 Quadratmeter geplant werden.

(-jül-)