Verschuldung gesenkt: Stolberg mit gut 13,9 Millionen Euro Überschuss

Verschuldung gesenkt : Stolberg mit gut 13,9 Millionen Euro Überschuss

Die Kupferstadt hat im vergangenen Jahr einen Überschuss von 13.965.313,10 Euro erwirtschaftet. Kämmerer Willi Esser hat die Plandaten sogar übertroffen: 2018 wurde eine Verbesserung der Finanzlage um 14.02 Millionen Euro erreicht.

Im Vergleich zum geplanten Ergebnis auf Basis der fortgeschriebenen Haushaltsdaten hätte ein Minus von 58.327,96 Euro unter dem Strich gestanden.

Fristgerecht – zum dritten Mal in Folge – soll heute der Stadtrat den aufgestellten und bestätigten Jahresabschluss 2018 zur Prüfung an den Rechnungsprüfungsausschuss weiterleiten. Es ist ein Rekordergebnis, das Esser vorlegen kann. Bereits 2017 lag der Abschluss 5,02 Millionen Euro über dem Ansatz, 2016 war ein Überschuss von 247.228 Euro und im Jahr zuvor von 718.416 Euro erwirtschaftet worden. Nun sind es rund 14 Millionen Euro inklusive der Konsolidierungshilfe des Landes in Höhe von 2,9 Millionen Euro. Positiv tragen im Wesentlichen auf der Ertragsseite 9,7 Millionen Mehreinnahmen durch Gewerbesteuer bei sowie beim Aufwand geringere Ausgaben bei Sach- und Dienstleistungen in Höhe von rund 3,7 Millionen und bei Transferaufwendungen in Höhe von 2,3 Millionen Euro.

Die verbesserte finanzielle Lage der Kupferstadt spiegelt sich in der Kassenlage wider. Seit 2003 bediente Stolberg sich regelmäßig bei Liquiditätskrediten, was man fast mit dem Dispo auf dem privaten Girokonto vergleichen kann, um seinen Konsum finanzieren zu können. Ende 2016 hatte die Stadt Liquiditätskredite über 109,2 Milllionen Euro in Anspruch genommen. Sie hat Esser deutlich zurückgefahren: Ende 2017 waren es noch 93 Millionen Euro, Ende 2018 betrugen sie 80,5 Millionen Euro. Das entspricht einer Reduzierung der Kreditbelastung um 28,7 Millionen Euro innerhalb von zwei Jahren. „Dennoch ist es zwingend notwendig, die Höhe der Schulden aus Liquiditätskrediten weiterhin schnellstmöglich zu reduzieren“, erklärt der Kämmerer. Denn steigende Zinsen würden zu einer extremen Belastung des Haushaltes führen.

Im investiven Bereich – etwa aufgrund von Krediten für konkrete Bauprojekte – verzeichnete Esser „einen marginalen Anstieg“ auf 65,3 Millionen Euro. Im Vorjahr waren es 64,03 Millionen und 60,6 Millionen Euro in 2016. Zum Vergleich betrug die Belastung Ende noch rund 97,9 Millionen Euro.

Insgesamt lag die Verschuldung der Kupferstadt Ende letzten Jahres bei 145.756.929 Euro und damit knapp zwölf Millionen Euro niedriger als im Vorjahr. Zum Vergleich Ende 2014 lag die Gesamtverschuldung bei 190,5 Millionen Euro. Sie ist somit innerhalb von vier Jahren um 42,7 Millionen Euro gesunken.