Stolberg/Berlin: Stolberg mischt mit bei der iTB in Berlin

Stolberg/Berlin: Stolberg mischt mit bei der iTB in Berlin

Dürens Landrat Wolfgang Spelthahn soll Nachfolger von Helmut Etschenberg als Vorsitzender der Eifel Touristik e.V. werden. Das hat der Städteregionsrat auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin erklärt.

Die touristischen Aktivitäten der Eifel in diesem Bundesland sind in dem Verein gebündelt, der im Juli bei seiner Mitgliederversammlung offiziell den Wachwechsel beschließen soll und der ein Gesellschafter der länderübergreifenden Eifel Tourismus GmbH ist, die bei der iTB einmal mehr für Aufsehen sorgt.

Das belegen nicht nur die Zahlen, die Geschäftsführer Klaus Schäfer etwa bei der Vermarktung des Eifelsteiges oder bei der Verwirklichung des internationalen Radwandernetzs der Ravelroute vorlegen kann, sondern auch prominente Besuche in der Eifel in Berlin.

Dr. Jens Braganz, Staatssekretär für Tourismus in Düsseldorf, nahm sich beispielsweise ausgiebig Zeit für einen Besuch der Präsentationen aus der Eifel-Region. Der Masterplan des Landes sorgt in den Destinationen für erheblichen Gesprächsbedarf. So auch in der Eifel, die im Schulterschluss mit dem Sauerland marschiert.

Braganz als Vertreter der in Indien weilenden Wirtschaftsministerin Christa Thoben hatte nicht nur ein offenes Ohr für die von Helmut Etschenberg vorgetragenen Sorgen zur Umsetzung des Masterplans, sondern auch für die Nöte von Barbara Breuer, die als Leiterin der Stolberg-Touristik vor allem wegen der angekündigten Insolvenz der Kupferstadt auf ehrenamtliches Engagement und Zuschüsse des Landes angewiesen ist.

Gleichwohl hat sie mit Freude die Aussagen des Dürener Landrates wie des Städteregionsrates zur Einordnung kommunaler Investitionen in den Tourismus vernommen haben: „Jeder Cent, der in den Tourismus investiert wird, ist gelebte Wirtschaftsförderung”, erklärte der Landrat in Berlin.

Und Städteregionsrat Etschenberg wurde mit Blick auf die Stolberger Finanzlage noch deutlicher: „Es sind rentierliche Investitionen, die von der Kommunalaufsicht nicht gestrichen werden.” Schließlich sei eine weitere Stärkung der touristischen Infrastruktur in der Kupferstadt wichtig für die Schaffung neuer Einnahmequellen, auf die Stolberg im Besonderen angewiesen sei.

Derweil hat der Tourismus-Chef in spe das Glück, auf die Fremdfinanzierung wichtiger Projekte im Dürener Südkreis im Kreise seiner Bürgermeister hinweisen zu können. Das zwölfteilige Konzertereignis im September auf der Nideggener Burg mit tausenden erwarteten Besuchern finanziere sich aus den Einnahmen. Der Bau der neuen Jugendherberge mit 180 Betten in Nideggen wird von Stadt und Kreis aus Konjunkturmitteln finanziert und vom DJH anschließend betrieben.

Und auch in Heimbach läuft die Kunstakademie Burg Heimbach - dort ist unter anderem Ren Rong Dozent, der bei „Stolberg goes China” in der Kupferstadt für Beachtung gesorgt hatte - im ersten kompletten Jahr mit 160 Kursen dank Sponsoring, während mit der Landal GmbH als Investor für das Ressort Eifeler Tor oberhalb des Stausees ein Unternehmen gefunden wurde, das über 40 Millionen Euro investiert in ein Projekt, dessen Konzept vorsieht, dass die Besucher aus dem Ressort in die Region ausströmen, um ihre unterschiedlichen Erwartungen an den Urlaub mit Leben zu füllen. Es ist ein Projekt, von dem auch Stolberg mit seinem Angebot profitieren kann.

Mehr von Aachener Nachrichten