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Stolberg: Männergesang-Verein aus Büsbach lädt zum Konzert ein

Breites Repertoir : Büsbacher Männergesang-Verein lädt zum Opern-Abend ein

Im Februar entschloss der Büsbacher Männergesang-Verein, ein abwechslungsreiches Opernkonzert zu vorzubereiten. Beliebte und teils weniger bekannte Gesangsstücke für Männerstimmen werden am Samstag, 25. Mai, im Saal von Angie’s Bistro an der Konrad-Adenauer-Straße 140 in Büsbach präsentiert.

Der Abend beginnt um 19 Uhr, Einlass ist bereits ab 18 Uhr. Der Chor erinnert mit Conradin Kreutzers Oper Nachtlager von Granada und singt „Schon die Abendglocken klangen“ und wünscht sich, dass „ein ruhiges Gewissen den tiefen Schlaf versüßen“ möge.

In Mozarts Zauberflöte besingt der Chor der Mönche vor den Göttern Isis und Osiris die Wonne des Tagesanbruchs, bei dem „der Glanz der Sonne die düstre Nacht“ verscheucht. Nachdem dann der Hohe Priester Sarastro feststellt: „In diesen heilgen Hallen kennt man die Rache nicht“. Tamino erkennt „dies Bildnis ist bezaubernd schön“, woraufhin der Hohe Priester anbetet „O Isis und Osiris“.

Richard Wagner lässt den Chor „Wach auf, es nahet gen den Tag“ als Aufforderung zum Wettstreit singen. Anschließend besingt in der Szene Wolfram das Glück der Pilgerschaft, was den Pilgerchor bei seiner Rückkehr festellen läßt: „Beglückt darf nun dich o Heimat ich schau‘n“. In Wagners Der fliegende Holländer fordert der Matrosenchor auf: „Steuermann, laß die Wacht“. Bei Albert Lortzings Zar und Zimmermann fordert der Zar nach seiner Szene schließlich den Chor der Zimmerleute zur fleißigen Arbeit auf, diese ermuntern sich gegenseitig mit der Aufforderung „Greifet an und rührt die Hände“.

Ermanno Wolf-Ferrari lässt den Chor in seinem Oratorium La vita nuova – das neue Leben – erklären „Ita n‘è Beatrice“ – dies ist nicht Beatrice. Gaetano Donizetti beschreibt in seiner Oper Lucia di Lammermoor die Wirren im englischen Schloss Ravenswood. In der Szene des Edgardo wird besungen, welche Gefühlswelten die Herren Edgardo und Raimondo am Hofe durchleben, um Lucia für sich zu gewinnen. Schließlich wird avisiert: „Fra poco a me ricoverò – Bald werde ich mich erholen“.

Giuseppe Verdi beschreibt in seinem Don Carlos die spanische Erbfolge um Carl V. und die Macht der Inquisition. Der Chor der Mönche stellt fest „Alles Menschenwerk vergehet, selbst der Mächtigste muss fallen“, woraufhin Philipp in seiner Arie feststellt „Ella giammai m‘ amò“ – sie hat mich nie geliebt. Carl Maria von Weber beschreibt im Freischütz die Freuden der Jagd „Was gleicht wohl auf Erden dem Jägervergnügen“.

Albert Lortzing läßt die Schmiedegesellen in der Szene des Stadingers nicht nur die Schmiedegesellen auffordern „Sprühe Flamme, glühe Eisen, dass des Feuers Allgewalt dich nach hergebrachter Weise fügsam mache also bald“, sondern den Meister Stadinger auch ausgiebig die Vorbereitung seines Festes beschreiben.

Als Gastsolisten vom WDR konnten der strahlende Tenor Kwon-Shik Lee (in Stolberg bekannt als Solist unter anderem bei der Aufführung von Verdis Requiem in der Liesterkirche 2007 zum 125-jährigen Jubiläum des Chores), und Hee-Kwang Lee als tiefer Bass engagiert werden. Außerdem singt Chorleiter, musikalischer Leiter und Dirigent Josef Otten im Bariton sowie die Chormitglieder Norbert Effenberg und Hans Dohlen solistisch. Theo Palm konnte wieder als Begleitung am Klavier gewonnen werden.

Eintrittskarten werden ab 10. Mai bei den Chormitgliedern, in Angie‘s Bistro und in der Büsbacher Hirsch-Apotheke erhältlich sein. Platzreservierungen sind nicht möglich.