Steuersätze sollen in Stolberg weiter stabil bleiben

Entwurf Haushalt 2019 : Steuersätze sollen in Stolberg weiter stabil bleiben

Im siebten Jahr sollen die Hebesätze der kommunalen Steuern in Stolberg konstant bleiben – wenn auch auf hohem Niveau. Das sieht der Entwurf der Verwaltung für den Haushalt 2019 vor.

Gleichwohl kalkuliert Kämmerer Willi Esser mit höheren Einnahmen: Allein bei der Gewerbesteuer steht ein Plus um drei auf 28,5 Millionen Euro gegenüber der Prognose des Vorjahres, wobei Esser für das laufende Jahr bereits 29,6 Millionen Euro als Einnahme verbuchen durfte. Konservativ gerechnet liegt der Kämmerer mit 10,9 Millionen Euro aus der Gewerbesteuer B zwar leicht über dem Vorjahresansatz, aber noch unter dem tatsächlichen Ergebnis von 2017, wo bereits 11 Millionen Euro eingenommen waren.

Insgesamt ist das Volumen des im fünften Jahr in Folge ausgeglichenen Haushaltsentwurfes um rund drei auf knapp 180 Millionen Euro angewachsen, wobei ein Überschuss von 25.277 Euro ausgewiesen wird. Der war für das laufende Jahr mit 112 001 Euro kalkuliert, verbessert sich aber laut dem Controlling zum Stand 30. September auf  4,8 Millionen Euro. Erstmals wieder kann Stolberg seinen Rahmen für Dispo-Kredite wieder senken: um zehn Millionen auf 130 Millionen Euro, während die investiven Kredite leicht erhöht bei gut 22 Millionen Euro liegen dürfen.

Größte Position der Ausgaben sind nach der Städteregionsumlage die Personalkosten. Sie steigen um rund vier auf 44,8 Millionen Euro. So summieren sich allein der Ausbau der Kita-Landschaft, das soziale Biwaq-Projekt und intensivierte Ausbildung auf rund 1,7 Millionen Euro. Pensionsrückstellungen und Tariferhöhungen sind weitere wesentliche Positionen. Der Haushaltsentwurf sollte aus Sicht des Kämmerers aktualisiert werden, da er noch auf älteren Daten zur Gemeindefinanzierung und Steuerschätzung basiert. Mittlerweile signalisieren veränderte Zuweisungen eine verbesserte Lage.

(-jül-)
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