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Hilfe für Kommunen geht weiter: Städteregion hebt Katastrophenfall auf

Hilfe für Kommunen geht weiter : Städteregion hebt Katastrophenfall auf

Der Katastrophenfall in der Städteregion Aachen wird aufgehoben. Die vom Hochwasser betroffene Kommunen werden allerdings weiterhin unterstützt.

Die Kriterien für die Ausrufung des Katastrophenfalls sind nicht mehr erfüllt. Das hat Städteregionsrat Tim Grüttemeier am Montag im Einvernehmen mit den am stärksten vom Hochwasser betroffenen Kommunen Eschweiler und Stolberg festgestellt. Der Katastrophenfall wird somit formell am 26. Juli um 24 Uhr aufgehoben.

„Das bedeutet nicht, dass wir die Katastrophe überstanden haben. Es wird noch Monate dauern, um das Schadensausmaß feststellen und die Schäden beseitigen zu können. Es bedeutet auch nicht, dass wir die Menschen vor Ort nicht mehr unterstützen werden, ganz im Gegenteil“, erklärt Grüttemeier. „Der aktuelle Tätigkeitsschwerpunkt verschiebt sich lediglich in Richtung Aufbau und Wiederherstellung durch die Kommunen, sodass die Notwendigkeit eines zentralen Krisenmanagements durch den Krisenstab nicht mehr besteht.“ Eine Unterstützung der Städte Eschweiler und Stolberg sowie der Gemeinde Roetgen erfolgt auch weiterhin durch das Lagezentrum der Städteregion Aachen

Die Städteregion hatte den Katastrophenfall in der Nacht zum 15. Juli um 0.49 Uhr ausgerufen. Er wird festgestellt, wenn eine außergewöhnliche Gefährdung oder wesentliche Beeinträchtigung von Leben, Gesundheit, von natürlichen Lebensgrundlagen oder von erheblichen Sachwerten vorliegt.

Da eine Katastrophe nicht ausschließlich durch die städtischen Verwaltungen, die kommunalen Feuerwehren oder Hilfsorganisationen bewältigt werden kann, bedarf es einer Beteiligung aller betroffenen Behörden, Dienststellen und Organisationen unter einheitlicher Gesamtleitung der zuständigen Katastrophenschutzbehörde.

Durch die Ausrufung des Katastrophenfalls wird eben diese Gesamtkoordination aller Kräfte gewährleistet. So erfolgt insbesondere die landesübergreifende Anforderung der Kräfte von Bundeswehr und THW, der überörtlichen Sanitätseinheiten und Bezirksbereitschaften der Feuerwehren einheitlich durch Krisenstab und Einsatzleitung bei der vorgesetzten Behörde, hier der Bezirksregierung Köln.

Nach etwa zwölf Tagen wird nun der Katastrophenfall aufgehoben. Der erforderliche Wiederaufbau erfolgt nunmehr dezentral durch die jeweiligen Kommunen, unterstützt durch das weiterhin fortbestehende Lagezentrum der Städteregion. Dadurch wird auch die kommunale Selbstverwaltung in den einzelnen Gemeinden gewahrt.

(red)