Stolberg-Donnerberg: Stadt unterbindet Arbeiten bei AWO

Stolberg-Donnerberg : Stadt unterbindet Arbeiten bei AWO

Eingegriffen haben die Behörden auf der Baustelle der Kindertagesstätte, die der Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (AWO) an der Josefstraße auf dem Donnerberg errichtet, nach einem Hinweis.

„Es wird ermittelt wegen eines Verstoßes gegen des Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und illegalen Beschäftigung“, bestätigte auf Anfrage unserer Zeitung Städteregionssprecher Detlef Funken. Bereits am Mittwochnachmittag waren Beamte der Städteregion vor Ort. Am Donnerstag folgten die zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung und untersagten die monierten Tätigkeiten, wie Fachbereichsleiter Bernd Kistermann auf Anfrage bestätigte.

Demnach war ein Garten- und Landschaftsbauunternehmen damit beschäftigt, Absenkungen an der Bordsteinablage vorzunehmen. Für diese Tätigkeit, ein Straßenbauhandwerk, sei die Firma jedoch nicht in der Handwerksrolle gelistet, so die Städteregion weiter. Nach § 8 SchwarzArbG begehe eine Ordnungswidrigkeit, „wer ein zulassungspflichtiges Handwerk als stehendes Gewerbe selbstständig betreibt, ohne in die Handwerksrolle eingetragen zu sein“.

Die Ermittlungen der Städteregion dauern noch an, und Funken betont, dass durch die Tätigkeit auf dem Donnerberg weder eine Gefahrensituation noch ein Schaden entstanden seien. Die Stadt sei in den Vorfall nicht verwickelt, unterstrich Fachbereichsleiter Kistermann. Wenn aber im öffentlichen (Straßen-)Raum gearbeitet werde, dürfe dies aber auch nur durch zugelassene Fachfirmen geschehen.

Als Vertreter des Bauherrn wurde AWO-Kreisgeschäftsführer Michael Mommer von dem Vorwurf einer Ordnungswidrigkeit auf der Donnerberger Baustelle überrascht. Die AWO habe ein zugelassenes und in die Handwerksrolle eingetragenes Tiefbauunternehmen mit den Arbeiten im Außenbereich der Tagesstätte beauftragt. Das habe sich eines Subunternehmens für die Pflasterarbeiten auf dem Privatgelände bedient. Dabei sei dann wohl auch zu Anpassungsarbeiten im öffentlichen Straßenraum gekommen. Dem Bauherrn sei dadurch kein Vorwurf zu machen.

(-jül-)