Stolberg-Donnerberg: Stadt sieht die VR-Bank in der Pflicht

Stolberg-Donnerberg: Stadt sieht die VR-Bank in der Pflicht

Eine Hängepartie zwischen Jurisprudenz und dem Evangelium der Banken soll es nicht geben, wenn es nach dem Wunsch der Stadt geht. Montagabend beraten die Spitzen von Verwaltung und Ratsfraktionen über eine Stunde lang die Lage an der Anna-Klöcker-Straße und üben den Schulterschluss.

„Völlig unabhängig von allen Fragen nach Schuld, Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten muss den Menschen geholfen werden”, bringt Andreas Pickhardt das Ergebnis auf den Punkt.

„Alle Fraktionen und die Verwaltung sind sich einig in der Beurteilung der Sachlage, über die Rolle der VR-Bank und über das weitere Vorgehen”, verdeutlicht der Erste Beigeordnete und Kämmerer, Dr. Wolfgang Zimdars, den Ernst der Lage: „Wir sehen dabei in erster Linie die VR-Bank am Zug, den Leuten schnell zu helfen”. Sie hatte die betroffenen Immobilien vermarktet.

„Wir sind dabei, alle wesentlichen Informationen zusammenzustellen”, argumentiert Dr. Zimdars: „Nach unserem jetzigen Kenntnisstand sind wesentliche Informationen über die Belastung aus Bergbau seit 2003 nicht an die Stadt und nicht an alle betroffenen Bauherren weitergeleitet worden”. In einem privatrechtlichen Vertrag hatte die Stadt 2005 alle Ansprüche aus Altlasten für das Gelände an die Bank abgegolten, aber es besteht Einvernehmen, dass die Hilfe für die betroffenen Familien an erster Stelle stehen müsse.

Dr. Zimdars weiter: „Die Menschen leben in Angst und haben einen erheblichen Vermögensschaden erlitten.” Unabhängig einer Frage nach Schuld und Übernahme der Finanzierung bekräftigen Verwaltung und Fraktionen einhellig, dass die VR-Bank umgehend in der Pflicht stehe, den betroffenen Bauherren auf ihrem „sinkenden Schiff” beizustehen.