Stolberg: Stadt entfernt rechte Symbole von Flüchtlingsheim

Stolberg: Stadt entfernt rechte Symbole von Flüchtlingsheim

Am Montag sind an der Fassade eines Häuserblocks am Büsbacher Kelmesbergdrei eingeritzte Hakenkreuze entdeckt worden. Die Stadt Stolberg reagierte sofort auf entsprechende Hinweise: Drei Mitarbeiter entfernten die verbotenen Symbole im Eingangsbereich des Hauses noch am selben Tag.

Die Aachener Polizei erklärte auf Anfrage, dass ihr bis dato keinerlei Straftaten mit einem fremdenfeindlichen Hintergrund rund um die Unterkünfte am Kelmesberg bekannt gewesen seien. Sie habe jedoch den Staatsschutz über die Schmierereien an den Mauern informiert, der den Hinweisen nachgehen und wohl eine Anzeige erstatten würde.

Mitarbeiter der Unterkunft, Bewohner — Flüchtlinge wie Obdachlose — sowie der für die Stadtteile Büsbach und Dorff zuständige Polizeibeamte Winfried Heinen erklärten auf Nachfrage, dass es bisher zu keinerlei Konflikten mit rechtsextremen Hintergrund gekommen sei. Im Gegenteil: Die Atmosphäre habe sich deutlich verbessert. „Flüchtlinge und Obdachlose gehen vernünftig miteinander um. Auch von außen wurde keinerlei Unruhe in die Unterkünfte hineingetragen“, sagt SKM-Sozialarbeiter Andreas Dittrich, der die Menschen vor Ort betreut.

Unklar blieb zunächst, seit wann die Symbole an der Mauer angebracht waren. Mitarbeiter der Unterkunft schätzen jedoch, dass die Hakenkreuze erst seit kurzer Zeit dort sein konnten. Hinweise auf den oder die Täter hat die Polizei noch nicht.

(lkf)