Stolberg: Sozialraumkonferenz: Ein Konzept für Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg

Stolberg : Sozialraumkonferenz: Ein Konzept für Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg

Im Januar 2017 beschloss der Rat der Stadt Stolberg, die Sozialräume Münsterbusch, Unterstolberg und Oberstolberg im Rahmen der Sozialberichterstattung und den besonderen Problemlagen vor Ort in den Blick zu nehmen und integrierte Konzepte zu erarbeiten, die eine Teilnahme an den Förderprogrammen „Starke Quartiere — starke Menschen“ des Landes Nordrhein-Westfalen und „Soziale Stadt“ sowie an anderen Förderprogrammen ermöglichen.

Eine ressortübergreifende Planungsgruppe wurde bereits eingerichtet, im April fand die erste Sozialraumkonferenz statt, im Juli wurde schließlich ein Dortmunder Planungsbüro mit der Erstellung des integrierten Handlungskonzepts (IHKo) beauftragt. Im Sommer und Herbst wurden mehrere Fördergespräche mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung in NRW (MHKBG) und der Bezirksregierung Köln zur Verzahnung städtebaulicher und sozialer Stadterneuerung geführt.

Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung empfiehlt, die städtebauliche und soziale Stadterneuerung in Stolberg ab 2019 unter der Förderkulisse Soziale Stadt weiter zu verfolgen. Dazu sollen das Stadtumbau-West-Gebiet Talachse Innenstadt Ende 2018 fördertechnisch abgeschlossen und noch bestehende Handlungsbedarfe der Talachse in das integrierte Handlungskonzept aufgenommen werden. Dieser Empfehlung möchte die Stolberger Verwaltung mit einem ausgearbeiteten Fahrplan folgen.

Beteiligung der Bürger

Die vorzeitige Einreichung einer Bewerbung erfordert nun bis Anfang Februar dieses Jahres, dass auf der Grundlage einer Analyse des Untersuchungsraums „prioritäre qualifizierte Maßnahmen vor allem mit dem Fokus auf EU-Programme vorgelegt werden“ heißt es in den Ausschuss-Unterlagen. Beteiligungsprozesse sollen ebenfalls eine wichtige Rolle spielen.

Die Verwaltung schlägt vor, das integrierte Handlungskonzept mit dem Titel „Berg- und Talachse —Miteinander für Münsterbusch, Ober- und Unterstolberg“ zu bezeichnen. So würden die bisherigen Erfolge der Stadterneuerung Talachse Innenstadt im Programm Stadtumbau West offensiv aufgegriffen und mit dem Leitbild Soziale Kupferstadt 2030 verzahnt.

Bis Anfang Februar soll das Konzept nun für die Bewerbung fertiggestellt werden. Es ist die Grundlage für die Aufnahme in das Programm „Soziale Stadt“ und in den Förderaufruf „Starke Quartiere — starke Menschen“ mit seinen EU Förderprogrammanteilen. Das Konzept umfasst einen analytischen Grundlagenteil und nachrichtliche Maßnahmen, die die Vorhaben der Talachse Innenstadt und weitere städtebauliche und soziale Projekte umfassen. Die Maßnahmenvorschläge werden unter der Beteiligung von Bürgern, sozialen Akteuren und der Verwaltung im Laufe des Jahres qualifiziert und ergänzt und schließlich von der Politik entschieden.

Anfang März soll voraussichtlich die zweite Sozialraumkonferenz stattfinden. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU) sowie der Haupt- und Finanzausschuss beraten in ihren Sitzungen darüber. Der Rat der Stadt trifft in seiner Sitzung am Dienstag, 23. Januar, eine Entscheidung.

Der ASVU, der Ausschuss für Soziales und Generationengerechtigkeit sowie der Haupt- und Finanzausschuss und der Rat werden im März über den weiteren Verlauf informiert und sich mit entsprechenden Beschlussvorlagen auseinandersetzen.

(se)
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