Stolberg: Sitzgelegenheit sorgt für reichlich Gesprächsstoff

Stolberg: Sitzgelegenheit sorgt für reichlich Gesprächsstoff

„Solche Kontakte können gerade dort, wo der Straßenbaulastträger eine Bank zum Verweilen aufgestellt hat, gepflegt werden”, sagt Bernd Kistermann. Wenn der zuständige Fachbereichsleiter der Stadt von „der Bank” spricht, dann meint er in diesem Fall konkret die an der Büsbacher Galmeistraße, vor dem Haus Nummer 22.

Die dort wohnende Familie hatte gemeinsam mit einigen Nachbarn ein Schreiben an die Stadt geschickt mit der Bitte, die Bank zu entfernen. Als Gründe hierfür werden unter anderem die Müllhinterlassenschaften, auch im privaten Vorgarten, die erschwerte Pflege des Vorgartens im Bereich der Bank und vor allem die Lärmbelästigung durch Jugendliche genannt. Des Weiteren werde die Sitzgelegenheit während des Tages nicht genutzt.

Die Verwaltung empfiehlt dem Beschwerdeausschuss, der sich am Mittwochabend (18 Uhr, Ratssaal) dazu berät, die Bank vor Ort zu belassen. Auf Wunsch einiger Büsbacher Bürger sollte eine Bank in der Galmeistraße, etwa in der Mitte, als Ruhebank für ältere Bürger auf ihrem Weg vom Arzt in der Galmeistraße zur Apotheke auf der Konrad-Adenauer-Straße eingerichtet werden.

Bei der Standortsuche durch die Verwaltung wurde im Herbst 2009 der einzig mögliche Standort vor Haus Nummer 22 ausgemacht. „Zum damaligen Zeitpunkt wurde das Haus noch gewerblich mit einem Sonnenstudio genutzt und der ehemalige Besitzer erklärte sein Einverständnis zur Aufstellung der Bank”, heißt es in der Vorlage für die Sitzung des Beschwerdeausschusses.

Aus Paragraph 14 „Gemeingebrauch” des Straßen- und Wegegesetzes des Landes NRW lässt sich laut Kistermann die Berechtigung der Stadt ableiten, Bänke im Bereich von öffentlichen Straßen aufzustellen. „Die Funktionen einer öffentlichen Straße sind entsprechend vielfältig. So dienen Ortsstraßen innerhalb des Erschließungsbereichs sowohl dem Verkehr im Sinne des Transportwesens als auch dem geschäftlichen und kommunikativen Verkehr”, betont der Fachbereichsleiter. Als „kommunikativen Verkehr” fasst Kistermann den Kontakt von Mensch zu Mensch zusammen. Um diesen aufrechtzuerhalten, soll die Bank weiterhin genutzt werden.