Serie "Stolberger Stadtteil": Wie familienfreundlich ist Stolberg?

Was Leser meinen : In Sachen Verkehr muss sich Gressenich noch eine Menge tun

Etliche Leser haben sich im Rahmen der Serie „Stolberger Stadtteile“ mit Verbesserungsvorschlägen gemeldet. Für den Ortsteil Gressenich sind dem Ehepaar Schramm zwei Themenfelder besonders wichtig: die Verkehrssicherheit und die Jugend.

Wir haben gefragt und Sie haben geantwortet. Wie familienfreundlich ist Stolberg wirklich? Im Rahmen einer Serie über die einzelnen Stadtteile wollen wir dies herausfinden. In einer der jüngsten Folgen ging es um den Ortsteil Gressenich. Dazu haben sich mittlerweile einige Leser bei uns gemeldet, die uns Verbesserungsvorschläge mitgeteilt haben. Darunter auch das Ehepaar Roswitha und Georg Schramm. Ihnen sind vor allem zwei Themenfelder wichtig: die Verkehrssicherheit und die Jugend.

In Sachen Verkehrssicherheit gebe es an verschiedenen Stellen Schwierigkeiten. Darunter auch an der Kreuzung Rottstraße und Römerstraße. Das sei „eine ganz gefährliche Ecke“, meint Schramm, an der zu verschiedenen Uhrzeiten viel Verkehr herrsche. Die Installation eines Starenkastens und eine Reduzierung der Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer bis zum Ende der Rottstraße seien seiner Meinung nach sinnvoll.

Auch von Schevenhütte nach Gressenich kommend – in der Schevenhütter Straße – gebe es immer wieder viele Raser, sagt Schramm. Seine Anregungen habe er bereits bei der Stadt Stolberg vorgetragen. Das war im Jahr 2016. Nach einem Schreiben an den damaligen Bürgermeister Tim Grüttemeier war er zu Gast im Beschwerdeausschuss. Das Ergebnis: Damals sollten seine Vorschläge zur Bearbeitung an die Verwaltung weitergereicht werden. „Davon habe ich nie mehr etwas gehört“, sagt Schramm.

Viel los sei auch vor der Gressenicher Kirche – vor allem am Sonntagmorgen. Aus diesem Grund sei es wichtig, in der Nähe der Kirche einen Zebrastreifen zu installieren. Und auch dort, wo die Schramms wohnen, komme es immer wieder zu schwierigen Situationen im Straßenverkehr. Und zwar im Bereich Königreich und Am Hügel. Dort werde oft die Verkehrsregel Rechts vor Links nicht beachtet, weil darauf auch nicht ausdrücklich hingewiesen werde.

Ein weiteres Thema, das sich ihrer Meinung nach verbessern könnte: die Möglichkeiten für Jugendliche. „Für die Jugend gibt es in Gressenich fast gar nichts. Hier fehlt eine passende Räumlichkeit zum Treffen. Es sollte auch, wie am Donnerberg, ein Sozialarbeiter da sein, um die Aktivitäten zu steuern und zu beaufsichtigen“, sind sich Georg und Roswitha Schramm sicher. Sie sind der Meinung: „Es wird höchste Zeit! Wir selber sind im Ruhestand und finden es beschämend, dass hier in Gressenich für die Jugend, außer beim Fußballverein, nichts getan wird.“

Entlang des Hamicher Wegs sei zwar ein Häuschen vorhanden, doch das sei „sowas von ungemütlich und eine Gemeinheit der Jugend gegenüber“, sagt Georg Schramm. Bei schönem Wetter könne man sich dort zwar aufhalten. Doch gerade in der dunklen und kalten Jahreszeit sei dies für junge Erwachsene nicht der optimale Platz.

(se)
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