Stolberg-Donnerberg: Sendemast auf dem Donnerberg ist zu Wahrzeichen geworden

Stolberg-Donnerberg : Sendemast auf dem Donnerberg ist zu Wahrzeichen geworden

Beim zehnten Teil unseren Ferien-Fotorätsels haben sich viele Leser beteiligt. Und die meisten Einsender haben offenbar rasch erkannt, dass es sich auf dem Foto-Ausschnitt um einen Teil des Sendemastes auf dem Donnerberg handelte.

Das höchste Bauwerk der Kupferstadt Stolberg ist mit 231 Meter der Donnerberger Sendemast. Bauherr war 1993 der Westdeutsche Rundfunk (WDR) Köln.

Mehrere Antennen

Der Fachwerk-Gittermast besitzt mehrere Antennen für den Fernseh- und Hörfunkempfang. Auch digitale Signale können empfangen werden. Alle Bauteile des Mastes können bei Reparatur- und Wartungsarbeiten erreicht werden. Denn der Mast ist mit Ruhepodesten in jeweils 25 Metern Höhe und drei Kabinen ausgestattet. Der Gittermast ist der vierte seit Aufnahme des Sendebetriebes in den frühen 1950er Jahren. Er ersetzt den 207 Meter hohen Rohrmast aus dem Jahre 1961.

Gestartet wurde der Donnerberger Sendebetrieb am 1. Juni 1951. Damals wurde auf der Kuppe des Donnerbergs erstmals ein 50 Meter hoher Rundstahl-Gittermast errichtet. Der Mast war das Herzstück des Soldatensenders „Ursula“, der aus fünf Fahrzeugen bestand.

Der Soldatensender Ursula hatte während des Zweiten Weltkriegs der Wehrmacht gehört. Die mobile Anlage bestand aus Teilen, die sich ursprünglich im Besitz der Reichspostzentrale in Berlin, des Telegrafenbauamtes in Braunschweig und der Oberpostdirektion in Münster befunden hatten.

Schon ein Jahr später wurde auf dem Donnerberg ein neuer Mast errichtet. Der neue Mast war 104 Meter hoch. Gleichzeitig mit dem Bau des Mastes wurden auch die ersten stationären Sendegebäude errichtet. Sie ersetzen eine kleine Baracke und die aus fünf Kastenwagen bestehende Sendeanlage vom Vorjahr. Die erste Sendeanlage war nur für die Rundfunk-Mittelwelle geeignet. Der UKW-Empfang kam wenig später hinzu.

Die Fernsehversorgung wurde im November 1958 mit der Installation eines leistungsstarken Bildsenders der Firma Lorenz gestartet. Der Fernsehempfang von 1958 erfolgte gleichzeitig mit der Erweiterung der an der Höhenstraße liegenden Betriebsgebäude.

Wie eingangs berichtet, wurde 1961 einer weiterer Mast errichtet: diesmal als Rohrmast und 206 Meter hoch. Ein Teilstück dieses 1994 abgebrochenen Mastes befindet sich auf dem Vorplatz des Gerätehauses der Donnerberger Feuerwehr an der Heidestraße: die Röhre besitzt einen Durchmesser von 1,60 Meter und eine Blechstärke von acht Millimeter.

Auf Höhenrücken

Längst ist der Donnerberger Sendemast neben der Burg ein Wahrzeichen der Kupferstadt Stolberg. Der Sendemast liegt auf einem Höhenrücken, der das Vichttal im Osten begrenzt und an seinem höchsten Punkt 287,3 Meter misst. Der Sendemast befindet sich zwei Meter tiefer auf einer Höhe von 285 Meter.

Bis zur kommunalen Neugliederung von 1972 war der Donnerberg der höchste Punkt Stolbergs. Inzwischen befindet sich der höchste Punkt Stolberg bei Hürtgenwald-Raffelsbrand und misst 483 Meter.

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