Stolberg-Münsterbusch: Sehr kreative Kostüme im jecken Tollhaus der Mönterboscher Jonge

Stolberg-Münsterbusch : Sehr kreative Kostüme im jecken Tollhaus der Mönterboscher Jonge

„Ohohoho für die Iwigkeit“ schallte es noch zu später Stunde durch das Jugendheim am Rotdornweg. Vielleicht nicht für die Ewigkeit, doch die Kostümsitzug der KG Mönsterböscher Jonge auch dieser Session hat allemal großes Potenzial, für lange Zeit im Gedächtnis ihrer Besucher zu bleiben.

„Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei“ scherzte Präsident Sven Rhien am Ende eines langen karnevalistischen Abends, dessen Schließung angesichts der ausgelassenen Stimmung der Narren im Saal wahrlich nicht leicht fiel.

Bereits Stunden zuvor hatte die KG ihre Hauptsitzung der Session auf der Bühne eröffnet. Durch die Donnerberger Trompetenbläser unterstützt, war es ein Leichtes, die Münsterbuscher Jecken auf das bevorstehende Programm einzustimmen. Spätestens durch den Auftritt von Mariechen Ann-Kathrin Kinkel sollte jegliches noch bestehende Eis zum Publikum gebrochen sein.

„Ich wünschte, Ihr könntet auf der Bühne stehen und dieses tolle Bild, das sich mir bietet, bewundern“, schwärmte Riehn. Dem Namen der Sitzung alle Ehre machend, hatten die Zuschauer es sich nicht nehmen lassen, die kreativsten Kostümideen zu entwickeln. Mit Lichterketten und bunten Hüten verziert, verwandelten sie den Saal so nicht nur stimmungsmäßig in ein karnevalistisches Tollhaus. Auch Bürgermeister Tim Grüttemeier sowie seine Stellvertreterin Karina Wahlen fanden sich unter den Gästen, die den Saal komplett füllten und beeindruckende tänzerische Darbietungen beobachten durften.

Bewunderung im Saal

Obgleich die Karnevalsgesellschaft krankheitsbedingt mit dem Ausfall einiger Tänzerinnen zu kämpfen hatte, bot sie ein Programm auf höchstem Niveau, welches Bewunderung und Staunen im Saal auslöste.

Dem Gardetanz der eigenen Jugendgruppe „Hexen“ sowie dem Auftritt von Marie Anna Riehn folgte der neu eingeführte Traditionstanz. Nach dem großen Zuspruch des im letzten Jahr aufgeführten Jubiläumstanzes zum 60-jährigen Bestehen der KG, stand schnell der Plan, auch in dieser Session einen Tanz zu präsentieren, an dem alle aktiven Mitglieder mitwirken.

So wurden auch die Kadetten kurzerhand zum Tanz gebeten und durften ihr Bewegungstalent unter Beweis stellen. Das „Herz der Musical-Fans höher schlagen ließ der Showtanz der Kids, die mit einem an das Musical Starlight Express angelehnten Programm überzeugten.

Auch Klassiker

Zusätzlich unterstützt wurden die Münsterbuscher an diesem Abend auch durch zahlreiche Auftritte anderer Karnevalisten. Mit der Gruppe „Jod Jeck“, durfte sich die KG sogar über Besuch aus den Niederlanden freuen. Mit viel Witz und Selbstironie über Klischees der beiden Nachbarländer präsentierte die bunt kostümierte Truppe ein musikalisches Programm, das die Leute im Saal zu lautem Mitsingen bewegte. Klassiker der Beatles wie „Let it be“ sorgten für Abwechslung zu den sonst traditionellen Karnevalsliedern, lösten aber ebenso Begeisterung aus. Die Redner wie „Ne kölsche Köbes“ und „ein Pfundskerls“ waren mit ihren Auftritten ein weiterer Grund für die Ausgewogenheit des Programms der Mönsterboscher Jonge. Alltagssituation schildernd, sorgten sie für viele Lacher im Publikum.

Angereist war zudem auch die Prinzengarde der Brander Stiere mit ihrem Bürgerprinzen Will Städig, der die gelöste Stimmung ebenfalls sichtlich genoss.

Showtanz der Hexen

Die KG-eigene Gruppe der Hexen führte anschließend noch ihren Showtanz auf. Getreu dem Motto „Army goes Party“ schwangen sie zu mitreißenden Rhythmen bereits das zweite Mal an diesem Abend das Tanzbein. Gefolgt wurde ihr Auftritt von „Dä Engelbäät“, der für einen weiteren Höhepunkt des Abends sorgte.

Bei gedimmtem Licht spielte er mit seinem Saxophon die populärsten Karnevalslieder an und animierte so zum Mitsingen.

Über die Ausgelassenheit im Saal dürfte sich auch Stadtprinz Patrick I. gefreut haben, der der Sitzung mit dem Gefolge der ersten Großen ebenso einen Besuch abstattete. Für das große Finale und den gleichzeitig letzten Programmpunkt waren „de Rebelle“ zuständig, mit deren Musik ein gelungener Abend ausklang .

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