Stolberger Hauptbahnhof: Schweres Gerät für „Skywalk“ im Einsatz

Stolberger Hauptbahnhof : Schweres Gerät für „Skywalk“ im Einsatz

Die Bauarbeiten am Hauptbahnhof ziehen sich bereits seit geraumer Zeit hin. Nachdem im Juni die Unterführung verfüllt wurde, gehen nun die Arbeiten für die neue Überführung in die heiße Phase. Seit Mittwoch laufen die Vorbereitungen für die nächste Etappe: Das Einheben und Einbauen erster Teile wie des Treppenturmes auf dem Mittelbahnsteig.

Seit Februar vergangenen Jahres ist die provisorische Überspannung der Gleise ein fester Bestandteil des Alltags am Hauptbahnhof. Zahlreiche Pendler haben sich seitdem über die Fußgängerbrücke bewegt, immer in der Hoffnung, sie möge bald der Vergangenheit angehören. Doch die Bauarbeiten verzögerten sich, der „filigrane Laufsteg“ hat bis heute Bestand.

Doch damit soll nun Schluss sein. Seit Mittwoch laufen die Vorbereitungen für den nächsten Bauabschnitt des sogenannten „Skywalks“. 120 Tonnen Sand und 400 Quadratmeter Stahlplatten wurden laut der Firma Albert Fischer, die die Arbeiten für die Deutsche Bahn ausführt, auf den Bahnhofsvorplatz gebracht. Darauf soll dann schweres Gerät Platz und Stabilität finden: ein 500-Tonnen-Kran, der unter anderem den Treppenturm auf dem Mittelgleis montieren soll.

Nächtliche Bauarbeiten

Diese Arbeiten sollen am Montagabend gegen 21 Uhr beginnen, in der folgenden Nacht (2./3. Oktober) sollen dann erste Teile der Überführung eingebaut werden. Der Bahnhofsvorplatz ist bereits seit Mittwoch gesperrt und wird es auch für die Dauer der Arbeiten bleiben. In den Nächten muss außerdem der Schienenverkehr rund um Stolberg eingestellt werden.

Zwischen 20 und 4.30 Uhr kommt Schienenersatzverkehr zum Einsatz, betroffen sind die Regionalexpresslinien RE1 und RE9 zwischen Aachen und Köln. Als Ersatz verkehren Busse zwischen Eschweiler Hbf und Aachen Hbf. Die Deutsche Bahn bittet Reisende, sich vor Fahrtantritt zu informieren.

Die Vorbereitungen für die weiteren Baumaßnahmen der Überführung laufen auf Hochtouren. Ab Montag werden die ersten Teile eingehoben und eingebaut. Foto: Caroline Niehus

Aufzüge nicht vor 2019

Die weiteren Arbeiten sind für Ende Oktober vorgesehen. Vom 29. bis zum 30. Oktober wird laut Bahn der Zugang zum Bahnhofsvorplatz fertig gestellt und der Anschluss zum Parkhaus gebaut. Für diese Arbeiten kommt ein Kran mit 300 Tonnen Traglast zum Einsatz. Für diese Maßnahmen wird es ebenfalls zu Beeinträchtigungen sowohl im Straßen- als auch im Schienenverkehr kommen.

Die Aufzüge hingegen werden voraussichtlich erst Mitte 2019 eingebaut. Bevor das passiert, stehen noch eine neue Beleuchtung sowie ein neues Geländer auf dem Plan. Die Barrierefreiheit lässt damit weiter auf sich warten.

Die Geschichte des „Skywalks“ geht einige Jahre zurück. In einer Entwurfsplanung von Anfang 2016 sollte der Einbau der Überführung bereits im Juni 2017 stattfinden, diese Maßnahmen haben sich also um deutlich mehr als ein Jahr verzögert. Auch die Aufzüge hätten bereits ab September vergangenen Jahres montiert werden sollen, die Fertigstellung des Gesamtprojektes war ursprünglich für Oktober 2017 geplant.

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