Stolberg: Schulen setzen auf Windows 8

Stolberg: Schulen setzen auf Windows 8

Im Rathaus hatte die Verwaltung Vorsorge getroffen. Als Software-Lieferant Microsoft Anfang April die Systempflege für sein Programm Windows XP einstellte, hatte die EDV-Abteilung alle Betriebssysteme bereits auf die neuere Software Windows 7 umgestellt, um mögliche Beeinträchtigungen bereits im Vorfeld zu vermeiden.

Nicht berücksichtigt worden war aber, dass auch die Stolberger Schulen mit Windows XP arbeiten. Mitte Mai meldeten die sich bei der Verwaltung und machten auf zwei Probleme aufmerksam: Sie arbeiten nicht nur im pädagogischen Sektor mit XP-basierter Software, sondern auch im Verwaltungsbereich. Dort wird mit sensiblen und personenbezogenen Daten gearbeitet sowie Online-Banking abgewickelt.

„Die Schulleitungen sind sehr besorgt um das Sicherheitsrisiko, das entstanden ist“, informiert Fachbereichsleiter Willi Seyffarth Hauptausschuss und Stadtrat. Weil die vielfach bei Schulen genutzten Windows Server 2003 die Software Windows 7 nicht im vollen Umfang unterstützen, schlägt das Schulverwaltungsamt eine komplette Umstellung der Netzwerke bei Hard- und Software auf Windows 8 vor.

Dies soll in zwei Schritten erfolgen. Zunächst für die bei der Verwaltung in den Schulen eingesetzten Geräten, um die Sicherheit der Daten gewährleisten zu können. Das kostet rund 140 000 Euro (30 000 Euro davon investiv), die der Stadtrat am 17. Juni überplanmäßig bereitstellen soll.

Für das kommende Jahr schlägt die Verwaltung dann den Austausch der pädagogisch genutzten Netzwerke vor. Kosten für diesen Projektschritt werden noch nicht genannt.

(-jül-)