Stolberg-Atsch: Schützen: Wenn die Bruderschaft ruft, sind alle zur Stelle

Stolberg-Atsch: Schützen: Wenn die Bruderschaft ruft, sind alle zur Stelle

Wenn in der Atsch die Schützen rufen, ist der ganze Ort auf den Beinen. Auf jeden Fall die Ortsvereine — und die stellen immer noch einen Großteil der Atscher. Nicht anders war es jetzt, als die St.-Sebastianus-Schützen in der Mehrzweckhalle an der Jahnstraße zu ihrem zweitägigen Schützenfest geladen hatten.

Das Fest war gut besucht und fand besonders bei den Vereinen eine große Resonanz. Für einen zusätzlichen Anreiz hatte die Bekanntgabe der Sieger gesorgt, die sich beim Schießwettbewerb der Ortsvereine als treffsichere Schützen erwiesen hatten. Schließlich hatte man die Ergebnisse bis dato geheim gehalten.

Begonnen hatte der Veranstaltungsreigen mit dem Königsball, bei dem der neue König, Peter Quadflieg, der Anfang Mai mit dem 129. Schuss die Königswürde errungen hatte, eine gute Figur machte. Unterstützt wurde der 64-Jährige dabei von seiner Gattin Waltraud, die im Vorjahr das Königsamt bekleidet hatte.

Zu den Gästen der Abendveranstaltung — die musikalische Gestaltung hatten Friedrich und Irina Götz übernommen — gehörten neben den Vereinsdelegationen auch die befreundeten Schützenbruderschaften mit ihren Abordnungen, die außer Eschweiler und Freund ausnahmslos dem Schützenbezirk Stolberg angehörten.

Jubilare

Bestandteil des Abends war auch eine Ehrung. Schließlich können Ortwin Moritz und Willi Meulenberg auf 50-jährige Mitgliedschaften zurückblicken.

Damit nicht genug: Denn Ortwin Moritz erfuhr auch die seltene Ehrung mit dem Sebastianusehrenkreuz, das ihm stellvertretend für den Bund der Deutschen Historischen Schützenbruderschaften Brudermeister Hubert Wolkenar überreichte. Ebenfalls in den Genuss des Sebastianusehrenkreuzes kam Adam Aretz.

Höhepunkt des folgenden Tages war der Festzug über Sebastianus­straße und Igelweg. Dem Marsch durch dem Ort, der vom Regimentsspielmannszug Dürwiß angeführt wurde, hatte sich neben den Vereinen und dem Festkomitee auch eine 15-köpfige Kindergruppe angeschlossen, die ihre Fahrräder — ähnlich wie in den 1950er und 1960er Jahren üblich — mit bunten Bändern und Reifen geschmückt hatten.

Siegerehrung

Zuvor hatte im Umfeld der Mehrzweckhalle eine Parade stattgefunden, bei der Peter und Waltraud Quadflieg die Ehrenformation der befreundeten Schützen und Vereine abschreiten mussten.

Da das Wetter im Verlaufe des Festzuges nicht ganz mit spielte, waren Regenschirme ein gefragtes schützendes Utensil.

Abschluss der Festfolge war am Nachmittag das traditionelle gemeinschaftliche Kaffeetrinken, das in eine Verlosung und in die Siegerehrung eingebunden war. Wie bei den Atscher Schützen üblich, ging auch dieser Tag ohne eine Ehrung nicht zu Ende. Denn Brigitte Knauff-Kirch, die zuvor schon im Festzug mitmarschiert war, wurde zur Königin des Festausschusses proklamiert. Dem Festausschuss kommt eine hohe Bedeutung zu; schließlich ist er der Garant dafür, dass die Veranstaltung eine gute Organisation besitzt und ein zugkräftiges Programm aufweist.

(dö)