Stolberg: Schausteller wollen Kirmes ausrichten

Stolberg: Schausteller wollen Kirmes ausrichten

Bereits im Haushaltssicherungskonzept hat der Kämmerer angeregt, die Organisation von Großveranstaltungen in Stolberg durch städtisches Personal aus Kostengründen zu überdenken.

Der Rat beauftragte die Verwaltung, ein Konzept für solche Veranstaltungen zu erarbeiten, mit dem auch die Übertragung von Aufgaben auf private Veranstalter untersucht werden soll.

Angesichts der Lage der Kupferstadt kommt jetzt ein Angebot des Schaustellerverbandes Aachen nur zu gelegen: Er bietet an die Kupferstädter Stadtkirmes sowie die Spätkirmes in Büsbach eigenverantwortlich durchzuführen.

Für die Übernahme derartiger Aufgaben nicht nur in Stolberg möchte die Berufsorganisation der Schausteller in der Städteregion eigens eine Dienstleistungsgesellschaft gründen.

Absicht ist, dass die Veranstaltungen für die Stadt zumindest kostenneutral durchgeführt werden und auch die Schützen im Innenbereich des Kaiserplatzes bei der Stadtkirmes eigenverantwortlich wie bisher für die Beschickung sorgen können.

„Die Zusammenarbeit mit dem Schaustellerverband hat in der Vergangenheit über Jahre sehr gut funktioniert”, würdigt Andreas Pickhardt das Angebot, über das der Stadtrat auf seiner Sitzung am 26. Oktober beraten wird.

Der Fachbereichsleiter weist aber auch darauf hin, dass die Konzeption der Stadtkirmes im Detail vom gewohnten Bild der vergangenen Jahre bei Aufbau und räumlicher Ausdehnung zukünftig in Absprache zwischen Schaustellern und Stadt abweichen kann. Allerdings soll wie in den vergangenen Jahren auch ein Rahmenprogramm das eigentliche Kirmesgeschehen bereichern.

Keine wesentlichen Veränderungen seien allerdings bei den Standgebühren für die Beschicker zu erwarten, berichtet Pickhardt; Denn der Schaustellerverband möchte nicht mit, sondern auf Volksfesten Geld verdienen.

Aufgrund der personell angespannten Situation im Amt für Kultur, Tourismus und Veranstaltungen empfiehlt der Fachbereichsleiter dem Stadtrat, einen zunächst auf ein Jahr befristeten Vertrag mit der Dienstleistungsgesellschaft des Schaustellerverbandes zu schließen, um beiden Seiten zu ermöglichen, Erfahrungen zu sammeln und den Vertrag entsprechend anzupassen oder aufzuheben, falls die Erwartungen nicht erfüllt werden sollten.