Stolberg: Sanierung der Friedhofsmauer geht weiter

Stolberg: Sanierung der Friedhofsmauer geht weiter

So ganz nachvollziehen kann Josef Braun nicht so recht, was hinter den Kulissen im magischen Dreieck zwischen der LEGAS, dem VabW und der ARGE im Argen lag oder ausgebügelt werden musste.

Für den Fachbereichsleiter zählt die entscheidende Nachricht: „In der nächsten Woche soll es weitergehen” mit der Sanierung der Mauer des Friedhofs Bergstraße, die auf halber Höhe am Halsbrech stecken geblieben ist.

Je länger in den letzten Tagen diese Baustelle brach lag, desto heißer brodelte die berühmt-berüchtigte Gerüchteküche der Kupferstadt.

Jedenfalls hatte die Stadt als Auftraggeberin schon einmal vorsichtshalber die Landesentwicklungsgesellschaft Arbeitsmarkt und Strukturentwicklung als Auftragnehmerin in Verzug gesetzt, als es zu lange zu ruhig wurde an der Friedhofsbaustelle.

Doch in Verzug mit den Bauterminen geraten ist man eigentlich nur, weil man mit dem zweiten Teil des Auftrages erfolgreicher als erwartet war und der intensivere Winter die Maurerarbeiten ausbremste.

Der zweite Teil ist für die LEGAS durchaus eine Hauptaufgabe, wie Projektleiterin Ina Bisani betont: die Qualifizierung von Arbeitslosen.

Und angesichts der hohen Anforderungen bei der Sanierung der Bruchsteinmauer konnten die Teilnehmer dieser Maßnahme so richtig zeigen, welche Qualifikationen in ihnen bisher schlummerten. „Gut ein halbes Dutzend Teilnehmer wurden in den ersten Arbeitsmarkt vermittelt”, lautet Bisanis gute Kunde.

Zeitfenster überschritten

Und eine Reihe weiterer Kandidaten wurde dabei so gut geschult, dass sie an weiterführenden Lehrgängen teilnehmen konnten. „Stolberg ist ein erfolgreiches Projekt”, betont Bisani. Denn die LEGAS, inzwischen eine hundertprozentige Tochter des Arbeitsministeriums des Landes, hat in Partnerschaft mit der Trägergesellschaft „low-tec” bereits die Ausbauten am Zinkhütter Hof im Rahmen der Euregionale und die Erhöhungen der Umwehrungen der Stolberger Burg erfolgreich abgeschlossen.

Im Sommer wartet als nächste Maßnahme zur Qualifizierung die Sanierung der Bachufermauern an der Vicht auf die LEGAS. Derweil soll es in der kommenden Woche an der Friedhofsmauer weitergehen.

„Wir brauchen nur noch die Verträge zu unterschreiben”, zeigt sich auch Frank Numan von der VabW-Geschäftsleitung optimistisch, die das Personal nebst Anleitern stellt.

Der Haken an der Sache war, dass die ursprünglich angedachte Projektdauer aufgrund des Wetters und der personellen Fluktuation aufgrund der Qualifizierungserfolge, so Bisani, überschritten und damit der vereinbarte Zeit- und Finanzierungsrahmen gesprengt wurde.

„Aber wir haben alles glätten können”, freut sich Stefan Graaf. Denn der Geschäftsführer der ARGE im Kreis konnte binnen kurzer Frist weitere Fördermittel für diese Maßnahme rekrutieren und somit dem Projekt bis zum nächsten Wintereinbruch neues Leben einhauchen.