Stolberg: Ritterrüstungen und knarrende Burgdielen faszinieren

Stolberg: Ritterrüstungen und knarrende Burgdielen faszinieren

Nein, ein Burggespenst gab es wahrlich nicht zu sehen; dafür aber viele andere interessante Dinge, die eine so herrschaftliche, prachtvolle Burg, inmitten Stolbergs zu bieten hat. Ganz schön neugierig und gespannt warteten die sieben bis neun Jahre alten Schüler und Schülerinnen aus der Partnerschaftsstadt Faches Thumesnil vor dem großen Portal, bevor sie endlich das Innere der Burg bestaunen konnten.

35 Schüler und Schülerinnen aus Frankreich waren einige Tage zu Besuch in Stolberg und Aachen, und schauten sich die imposantesten Sehenswürdigkeiten in der Umgebung an. Die Burg durfte somit auf keinen Fall im Programm fehlen; denn vor allem in der Altersklasse zwischen sieben und neun Jahren hat eine Burg immer noch etwas Geheimnisvolles und Mystisches aus alten Zeiten. Erst kürzlich sind zur Stolberger Burg im Rahmen einer Magisterarbeit neue spannende Geschichten aus dem Mittelalter aufgedeckt worden.

Vor dem Start der Führung gab es zunächst ein kräftiges „Ritterfrühstück“, im großen Saal des Rathauses. Anschließend wurden die jungen Gäste durch Bürgermeister Ferdi Gatzweiler begrüßt und bekamen das Stolberger Maskottchen, das „Stolbärchen“, durch ein lebendiges Stolbärchen überreicht. Dabei staunten die Kinder nicht schlecht.

Direkt im Anschluss ging es dann mit der Stadtführung, die in französischer Sprache erfolgte, durch die Altstadt hinauf zur Burg bis in den Burgturm. Begleitet wurde die Gruppe von der bekannten Stadtführerin, Helma Prössl, die wie keine Andere spannend über die Geschichten zur altertümlichen Burg erzählen kann. Mit einer kindergerechten Führung hielt sie die Kinder auf „Trab“, die wiederum eifrig neugierige Fragen stellten.

Der Fantasie wurden dabei keine Grenzen gesetzt, wenn Helma Prössl ihre Geschichten erzählte. So versammelten sich die jungen Besucher denn auch ganz aufgeregt vor dem großen Eingangsportal und warteten darauf, das Innere der Burg zu erkunden. Natürlich waren die vielen Ritterrüstungen sowohl für Jungs als auch für Mädchen „der“ Anziehungspunkt und für Kinder wie für Erwachsene immer für ein Fotomotiv gut. Im Rittersaal konnten die Kinder ihrem „Freiheitsdrang“ dann ein wenig nachkommen und hörten dabei allerdings die alten Dielenböden quietschen und knarren und schauten sich dabei verdutzt an. Spannend war die weitere Führung allemal.

Zum Schluss, als letztes Highlight, ging es noch hoch zum Burgturm, der einen tollen Ausblick über die Altstadt ermöglichte. Organisiert und initiiert wurde der Besuch vom Partnerschaftskomitee Stolberg-Faches Thumesnil durch Giesela Kopp und Helmut Matheis.

(hal)
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