Stolberg-Münsterbusch: Renovierung des Münsterbuscher Jugendtreffs „K-Crew” abgeschlossen

Stolberg-Münsterbusch: Renovierung des Münsterbuscher Jugendtreffs „K-Crew” abgeschlossen

„Wir müssen Menschen finden, die ehrenamtlich mitarbeiten”, sagt Konrad Matthys. Dem ehemaligen Sozialarbeiter liegt die Jugend am Herzen, deswegen hat der heutige Rentner alles daran gesetzt, einen Raum für die Jugendlichen aus Münsterbusch zu finden, um sie von der Straße zu holen.

2005 ging sein Wunsch in Erfüllung: Durch die Hilfe der lokalen Presse wurde ihm ein Raum im Rotdornweg in Münsterbusch zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit Thorsten Bings eröffnete er den ersten Münsterbuscher Jugendtreff: die „K-Crew”.

Doch der Raum war stark renovierungsbedürftig und eigentlich für ihre Zwecke nicht zu gebrauchen. Trotzdem zeigten sich bereits erste Erfolge, denn eine feste Anzahl von Jugendlichen - von denen der Großteil noch heute die „K-Crew” gerne besucht - kehrte nun regelmäßig ein. Durch zahlreiche Aktivitäten, wie Nachtwanderungen und Ausflüge, fanden immer mehr Jugendliche im Umkreis Gefallen an dem Raum, der seitdem zwei Mal die Woche für die Jugendlichen offen steht.

Seitdem arbeitet der 68-Jährige ehrenamtlich mit dem 31-jährigen Bings zusammen, um die Freizeit der Jugend abwechslungsreicher und fernab der Straße zu gestalten.

Im Sommer 2008 war es durch Spenden verschiedener Parteien, wie zum Beispiel der Stadt Stolberg, der IG Münsterbusch, der Firma Prym und Privatleuten, möglich, den büroähnlichen Raum zu renovieren. „Das waren sieben Monate Schwerstarbeit”, erzählt Matthys, denn außer seinem Partner Bings fand er keine Unterstützung. Doch auch die Jugendlichen tragen ihren Teil dazu bei, die „K-Crew” am Leben zu halten. Beispielsweise durch Aktionen wie „Sauberes Münsterbusch”, in denen Straßen aufgeräumt und ordentlich gehalten werden, finanziert sich der Treff.

Priorität hat für Matthys jetzt die Suche nach ehrenamtlichen Helfern, die ein gewisses Gespür für die Jungendszene haben und mitarbeiten möchten. Konrad Matthys - immer darauf bedacht nicht den Aufpasser zu spielen, sondern eine Kumpelfigur für die Jugendlichen darzustellen - wünscht sich, dass er mit den geplanten Fahrten jetzt auch wieder Jüngere ansprechen kann, denn die momentane Besetzung der „K-Crew” ist größtenteils schon über 16. „Wir warten auf die jüngere Generation”, sagt der Ehrenamtler hoffnungsvoll.

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