Regionalrat in Köln erhält Studie zum Industriedrehkreuz Weisweiler

Regionalrat nimmt Machbarkeitsstudie entgegen : Die nächsten Schritte stehen an

Industriedrehkreuz: Regionalrat nimmt Machbarkeitsstudie in Empfang

In Berlin gehen die Gespräche in der Strukturkommission in dieser Woche in die entscheidende Phase. Das von der Bundesregierung eingesetzte Gremium will schließlich Anfang Februar bekanntgeben, wann die Stromproduktion aus Braunkohle enden soll und vor allem auch wie viel Geld in die betroffenen Regionen fließen soll. Damit sollen nämlich auch Projekte finanziert werden, die die wegfallenden Arbeitsplätze ersetzen sollen. Eines davon: das Industriedrehkreuz Weisweiler und der Euregio-Railport in Stolberg.

Der Geschäftsführer der Zukunftsinitiative Rheinisches Revier, Ralph Sterck, überreichte in der vergangenen Woche zusammen mit Vertretern der Gemeinden Inden sowie der Städte Eschweiler und Stolberg dem Vorsitzenden des Regionalrates, Rainer Deppe, und dem Leiter der Regionalplanung, Udo Kotzea, eine Machbarkeitsstudie als Beitrag für die Überarbeitung des Regionalplanes.

Die Studie stellt den ersten Schritt auf dem Weg zu neuen Industrieprojekten in der Wirtschaftsregion Aachen und im Rheinischen Revier dar. „Die jetzt zu entwickelnden Gewerbe- und Industriebereiche in Stolberg und am Kraftwerk Weisweiler sollen einen wesentlichen Beitrag gegen die zu erwartenden Arbeitsplatzverluste im Rahmen des Strukturwandels liefern“, teilt die Bezirksregierung mit.

In Stolberg sind im Bereich des Hauptbahnhofs Flächen in einer Größe von insgesamt etwa 44 Hektar identifiziert worden. Als Projekt steht hier der geplante Euregio-Railport als Güterverteilzentrum an der Bahnlinie im Vordergrund. In der direkten Umgebung des Kraftwerkes Weisweiler sind insgesamt rund 194 Hektar als Potential festgelegt worden.

Weil diese Flächen planungsrechtlich schon fast alle erfasst sind, können diese unter dem Label „Industriedrehkreuz“ in einer kurz- bis mittelfristigen Zeitperspektive entwickelt werden. Dieser Standort sei eines der größten industriellen Entwicklungsareale in Nordrhein Westfalen in sehr guter Lage, heißt es in der Mitteilung der Bezirksregierung. Mit dem Regionalplan steckt die Kölner Behörde die Rahmen für weitere Entwicklungen. Das Areal am Kraftwerk Weisweiler ist schon als Industriefläche gekennzeichnet.

Regionalratsvorsitzender Rainer Deppe äußerte sich anerkennend zu der vorbildlichen Zusammenarbeit, über die eigene Stadtverwaltung hinaus tätig zu werden und das klare Bekenntnis der drei Kommunen zum Industriestandort: „Wir wollen, dass die Industrie bei uns eine starke Rolle spielt. Sie bildet die Basis dafür, dass gute Arbeitsplätze entstehen und gehalten werden“, sagte er. Diese seien gerade auch angesichts des Strukturwandels im Rheinischen Revier von besonderer Bedeutung.

Die Kommission unter dem Titel „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ wurde im vergangenen Sommer von der Bundesregierung installiert. Als Basis dienen das Aktionsprogramm „Klimaschutz 2020“ und der „Klimaschutzplan 2050“.

(pan)