Razzia auf der Mühle: Zoll, Feuerwehr, Ordnungsamt arbeiten zusammen

Razzia in Sisha-Bars : Das dürfte durchaus teuer werden

Verstöße gegen Steuer sowie illegale Spielautomaten, eine zu hohe CO-Belastung und das Nichteinhalten des Nichtraucherschutzes stellten die Beamten bei einer Razzia am Donnerstagabend fest.

Teuer dürfte für die Betreiber von zwei Shisha-Bars der Donnerstagabend werden, nachdem Zoll, Ordnungsamt und auch die Stolberger Feuerwehr ungebeten zu Besuch gekommen waren. Mittlerweile im vierten Jahr setzt die Kupferstadt ihre Kontrollpolitik rigoros fort, um regelmäßig in unregelmäßigen Abständen die Einhaltung von Gesetz und Ordnung zu überwachen.

Das ist eine durchaus langwierige Angelegenheit für die Ermittler. Zwei Shisha-Bars in der Innenstadt beschäftigten die zahlreichen Einsatzkräfte an diesem Abend ausgiebig.

Dabei beschlagnahmten die Zollbeamten umfangreich Shisha-Tabak. Zu den genauen Mengen konnte der Zoll am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung allerdings keine Angaben machen. Neben einem Strafgeld wird die hinterzogene Steuer in Rechnung gestellt.

In einem Etablissement auf der Mühle entdeckten die Einsatzkräfte des Ordnungsamtes zudem nicht lizensierte Geldspielautomaten. Ihr Betrieb wurde untersagt; eine kostspielige Anzeige wird der Betreiber erhalten.

Darüber hinaus wurden in dieser Shisha-Bar die Grenzwerte der noch zulässigen Kohlenmonoxid-Belastung nicht eingehalten. Der Betrieb wurde vorübergehend untersagt. Die Feuerwehr musste ausrücken, um die Bar zu durchlüften.

Eine große und gut besuchte Shisha-Bar in der Stadtmitte musste nach dem Eingreifen der Kontrollgruppe ebenfalls den Betrieb kurzzeitig einstellen. Dort wurden die Shisha-Pfeifen nämlich illegal betrieben, in dem der Tabak nicht etwa mit Shiazo-Steinen zum Dampfen gebracht, sondern direkt verbrannt wurde. Damit liegt nach Angaben der Stadtverwaltung auch ein Verstoß gegen den Nichtraucherschutz vor, der entsprechend kostenpflichtig geahndet wird.

(-jül-)