Stolberg: Prym: Warten auf positive Signale aus Brüssel

Stolberg: Prym: Warten auf positive Signale aus Brüssel

Ende des Jahres 2009 hatte Andreas Engelhardt schon die ersten Lichtstrahlen am Ende des Tunnels gesehen. Jetzt macht sich der leichte konjunkturelle Aufschwung bei Prym auch unmittelbar vor Ort bemerkbar. „Wir haben am Standort Stolberg kurzfristig die Kurzarbeit außer Kraft gesetzt, das ist ein gutes Signal”, berichtet der Vorsitzende der Geschäftsführung.

Gleichwohl weiß er, dass die wohl schwerste Krise der langen Firmengeschichte noch nicht überwunden ist. Denn neben den Folgen der weltweiten Wirtschaftskrise wiegt insbesondere die Last der beiden EU-Strafen in Höhe von 67,5 Millionen Euro schwer.

„Mit dem EU-Paket auf den Schultern mussten wir uns natürlich mehr anstrengen, um keinen Kollaps zu erleiden. Aber den haben wir nicht erlitten”, bilanziert Engelhardt, der sich dabei auch weiterhin auf die breite Unterstützung der Politik auf allen Ebenen verlassen kann. Das machten Vertreter der SPD in einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung deutlich.

„Bei Prym geht es nicht um den Untergang der deutschen Volkswirtschaft, aber symbolisch darum, Deutschland als einen Standort industrieller Tätigkeit zu erhalten. Dafür ist das hier repräsentativ”, betont Martin Schulz, Vorsitzender der sozialdemokratischen Fraktion im EU-Parlament, der sich in den Verhandlungen mit der Europäischen Kommission für die Belange von Prym einsetzt.

Einsetzen möchte sich auch SPD-Landtagskandidat Stefan Kämmerling, der die Bedeutung des Unternehmens nicht nur für Stolberg, sondern für die gesamte Region hervorhob. „Wenn wir über so einen Betrieb reden, reden wir auch über Geld, was im Umfeld ausgegeben wird.” Es ginge hierbei auch nicht um sozialdemokratische oder christdemokratische Arbeitsplätze, „sondern es gibt nur Arbeitsplätze”, will Kämmerling die Situation nicht zum Wahlkampfthema machen.

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