Post in Stolberg "vor einer sehr guten Lösung"

Neuer Partner in der Innenstadt in Sicht : Weiterhin Postfächer im Angebot

„Spruchreif ist noch nichts“, sagt Achim Gahr, „Aber wir sind in sehr guten Gesprächen“, betont der Pressesprecher der Deutschen Post in Düsseldorf und zeigt sich ausgesprochen optimistisch, den Stolbergern in der Innenstadt eine „sehr gute Alternative“ zur gewohnten Postversorgung unterbreiten zu können.

Zum 31. März schließt das Angebot in der Rathausstraße 12 seine Pforten. Auch wenn außen das Posthorn und das DHL-Zeichen prangen an dem Gebäude, das der Stolberg einst als „die Paketpost“ bezeichnete, so war im Inneren schon längst kein Postamt des „gelben Riesen“ mehr zu finden.

„Für uns ist dieser Standort eine Partnerfiliale“, beschreibt Gahr die Organisationsstruktur. Partner an der Rathausstraße war bisher die Postbank, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Bank. So wie auf den Dörfern beispielsweise Barabra Hubo oder Heike Orgeig die Partner der Post sind, hatte das Geldinstitut an der Rathausstraße die postalische Versorgung der Innenstadt übernommen.

Übrigens bereits seit geraumer Zeit. Bereits im Rahmen ihrer ersten großen Umstrukturierungswelle hat die Deutsche Post im Jahr 2006 ihre Filiale Rathausstraße aufgeben – gemeinsam mit deutschlandweit 850 weiteren Filialen. Eingesprungen war die Postbank, die sich mit ihrem Finanzcenter neben Geld nun eben auch um Briefe und Päckchen kümmerte. Nun hat die Postbank erklärt, den Standort Rathausstraße aufzugeben und damit ihrem Partner Deutsche Post quasi das Päckchen vor die Türe gestellt.

Bereits zum 1. März trennt sich die Postbank von Heike Orgeig. Das betrifft ebenso ausschließlich das Bankgeschäft des Geldinstitutes. In ihrem „Präsente & Co.“ wird die Donnerbergerin weiterhin das gewohnte Angebot der Deutschen Post rund um Brief und Paket feil bieten können.

Derweil sucht der Eigentümer für das von der Postbank genutzte Gewerbeeinheit in der früheren Paketpost einen Nachmieter. Foto: Jürgen Lange

Während der Eigentümer des Gebäudes an der Rathausstraße auf der Suche nach einem neuen Nutzer ist, scheint die Deutsche Post ihr Versprechen eines nahtlosen Übergangs der postalischen Grundversorgung auf einen anderen Partner realisieren zu können.

Wenn das alles so klappt, wie geplant, dann können auch die Nutzer der Postfächer an der Rathausstraße aufatmen. „Die Postfächer sollen mitziehen zu unserem neuen Partner“, kündigt Achim Gahr vorsichtig an. Noch ist zwar nicht alles in trockenen Tüchern, „aber es verspricht, eine sehr gute Lösung für die Innenstadt zu werden.“