Integriertes Handlungskonzept: Pop-Up-Store eröffnet an der Sonnentalstraße

Integriertes Handlungskonzept : Pop-Up-Store eröffnet an der Sonnentalstraße

Ihre ersten Pop-Up-Stores hat die Kupferstadt schon gesehen. Beispielsweise im früheren Schreibwarengeschäft Leufgens wurden kurzzeitig Sportartikel verkauft. Und kurz vor dem Abriss wurden im Steinweg 38 antike Möbel aus einer Haushaltsauflösung feil geboten. So schnell wie diese Geschäfte eröffnet wurden schlossen sie auch wieder – planmäßig.

Diese kurzfristigen Einzelhandelsgeschäfte gibt es seit Mitte der 2000er Jahre. Das in den USA erdachte Konzept eines „auftauchenden“ Geschäfts eignet sich beispielsweise zum Verkauf von Kleidung oder anderen Produkten. Es ist unter Marketingexperten und Designern weit verbreitet, weil die oft nur kurze Dauer der Geschäftseröffnung die Exklusivität der Produkte unter Umständen steigert.

Ein neuer Pop-Up-Store der besonderen Art wird am Freitag, 13. September, um 10 Uhr in Stolberg eröffnet. In der Sonnentalstraße 1, wo im „Speisehaus“ zuletzt Gerhard Lutter aufgetischt hatte. Jetzt sorgen im Rahmen des Integrierten Handlungskonzeptes die Low-tec mit ihren Entwicklungs-Center mit Unterstützung des JobCenters der Städteregion für einen neuen kurzfristigen Impuls im Stadtbild.

„Pop-Up-Shops sind für die Innenstädte eine Bereicherung, da sie die Leerstände der Ladenlokale kurzfristig und unter Umständen sogar langfristig bekämpfen können und zur Belebung der Innenstädte beitragen“, sagt Projektleiterin Britta Leipertz. An der Sonnentalstraße „verknüpfen wir den wirtschaftlichen Aspekt mit der Arbeitsmarktförderung, da wir in unserem Shop gemeinnützige Produkte vertreiben“, so Leipertz weiter: „mit Teilnehmern unserer Maßnahmen, die arbeitssuchende Menschen auf ihrem Weg in Arbeit unterstützen.“

Mit im Boot sitzt das „Viertel-Lab“, das selbst in der Grüntalstraße 5 residiert und gezielt Menschen aus dem Quartier in Arbeit bringen möchte. Partner dabei die die gemeinnützige Arbeitsmarktförderungsgesellschaft Low-tec, die in Stolberg beispielsweise von den Qualifizierungsmaßnahmen an der Friedhofsmauer Bergstraße und Ufermauer Vichtbach bekannt ist.

Getreu dem Motto „Wir schaffen Chancen“ werden in ihrem „Entwicklungs-Center“ in Eschweiler seit April letzten Jahren neue berufliche Chancen und Perspektiven durch Begleitung und Qualifizierung entwickelt. Das Entwicklungs-Center ist eines der sechs Förderzentren des Jobcenters als Förderinstrument für Arbeitssuchende.

Pop-Up-Stores werden genutzt als Methode und Instrument, die Teilnehmer einzubinden durch, den Verkauf sozialer Produkte, eine Erprobung in einem Berufsfeld, das  bisher unbekannt war, die Erprobung eines Gewerks unter realen Bedingunge  und zeitgleich die Förderung von Kreativität, Verantwortungsbewusstsein, Flexibilität, Selbstvertrauen und anderen Kompetenzen.

Im EntwicklungsCenter lassen sich die angebotenen Gewerke Lagerlogistik, Gartenlandschaftsbau, Handel, Hotel und Gastronomie sowie  Metall in die Planung, die Eröffnung und den Betrieb eines Pop-Up-Shops einbinden.

Einen ersten erfolgreichen Pop-Up-Store hat das Entwicklungs-Center im November letzten Jahres befand sich an der Eschweiler Josefstraße. In der Adventszeit wurden dort soziale Produkte aus den Bereichen Deko, Design und Möbel auf selbstdesignten Regalen durch die Teilnehmer verkauft.

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