Stolberg-Breinigerberg: Pfingstturnier, Cricket und Stadtmeisterschaft beim FC Breinigerberg

Stolberg-Breinigerberg : Pfingstturnier, Cricket und Stadtmeisterschaft beim FC Breinigerberg

Am Pfingstsonntag lädt der FC Breinigerberg ab 14 Uhr in der Rüst zu seinem Pfingstturnier ein, und im Juni steht dort eine große Veranstaltung an, wenn der kleine Verein die Stolberger Fußball-Stadtmeisterschaft ausrichtet. Mit Anton Küffen, Geschäftsführer des FC Breinigerberg, sprach Dirk Müller über die Turniere, die Weltmeisterschaft, Cricket und die Zukunft des Fußballs am „Balkan“.

Was können Besucher vom Pfingstturnier am Balkan erwarten?

Küffen: Es ist ein Dorfturnier mit Spaßcharakter. Die Geselligkeit steht im Vordergrund, wenn unser Sportplatz in der Rüst zum Treffpunkt für alle Generationen wird, die es sich bei Getränken und Speisen gutgehen lassen und natürlich dabei auch die Fußballspiele schauen. Am Pfingstsonntag bestreiten ab 14 Uhr acht Teams das Kleinfeldturnier. Der FC Breinigerberg und die Hahnengesellschaft stellen Mannschaften, und weitere Teams aus dem Dorf mit klangvollen Namen wie „Hangover“ oder „RK Quadrat“ nehmen ebenfalls teil.

Nach dem Pfingstturnier steht ein größerer Wettbewerb an, wenn der FC Breinigerberg die Stolberger Stadtmeisterschaft Ende Juni ausrichtet. Wie kam es zu diesem Termin?

Küffen: Der Sommer ist in Stolberg mit drei großen Turnieren von Vereinen gefüllt. Die ersten beiden Turniere finden vom 5. bis zum 28. Juli ohne Pause statt. Vom 3. bis zum 12. August folgt das nächste große Turnier, und am 26. August startet die neue Saison der Kreisligen. Wenn die Stadtmeisterschaft aber — wie vom Sponsor gewünscht — über eine Woche und mit zwei Wochenenden stattfinden soll, gibt es dafür in Juli und August schlichtweg kein Zeitfenster. Uns blieb nur der Juni, wobei wir darauf geachtet haben, dass kein Spieltag der Stadtmeisterschaft auf ein WM-Spiel der Deutschen Elf fällt.

Apropos WM: Wer wird Ihrer Meinung nach Fußball-Weltmeister?

Küffen: Das ist zum jetzigen Zeitpunkt schwer zu sagen, aber für mich zählen Deutschland, Frankreich, Spanien und Argentinien zum engsten Favoritenkreis. Da das vier Teams sind, sehe ich Deutschland mindestens im Halbfinale, drücke unseren Jungs aber selbstverständlich die Daumen, dass die den Titel holen.

Zurück zur Stadtmeisterschaft: Um den Sparkassenpokal kämpfen diesmal nur elf Mannschaften. Wie sehen Sie das?

Küffen: Leider tritt der FC Stolberg nicht an, wofür der Verein seine Gründe haben wird. Aber ich finde es auf jeden Fall schade, dass ein so großer Verein, in dem drei Stolberger Clubs fusioniert sind, keine Mannschaft für die Stolberger Stadtmeisterschaft bereitstellen kann.

Was halten Sie von dem Vorschlag, die Stadtmeisterschaft grundsätzlich an einem festen Termin am Ende der Sommerferien zu veranstalten?

Küffen: Das ist meiner Meinung nach problematisch, da wie gesagt drei große Turniere im Sommer viel Zeit für sich beanspruchen. Und selbst wenn gegen Ende der Sommerferien ein Zeitfenster für die Stadtmeisterschaft offen bliebe, ist die Nähe zum Saisonstart schwierig. Die Trainer wollen dann verständlicherweise ihre Mannschaften intensiv auf die neue Saison vorbereiten, anstatt ein weiteres Turnier zu spielen. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dementsprechend manche Vereine mit der zweiten bis dritten Garnitur angetreten sind, was dem eigentlichen Stellenwert der Stadtmeisterschaft nicht wirklich gerecht wird.

Was bedeutet es für den FC Breinigerberg, die vom Stadtsportverband veranstaltete Stadtmeisterschaft auszurichten?

Küffen: Zunächst einmal viel Arbeit. Es erfordert eine Menge organisatorische Vorbereitung im Vorfeld, dann müssen Gelände und Platz ertüchtigt werden. Bei der Veranstaltung selbst wollen die Besucher und Spieler verköstigt und bewirtet werden, so dass wir viele Helfer benötigen. Das ist für einen kleinen Club wie den FC Breinigerberg nicht einfach, aber mit rund 120 Vereinsmitgliedern bekommen wir das schon hin und nehmen die Arbeit sehr gerne in Kauf, denn es bringt uns auch Chancen, die Stadtmeisterschaft auszurichten: Wir können unseren Verein und unseren schönen Rasenplatz mitten im Grünen präsentieren und vielleicht Interesse am FC Breinigerberg wecken. Nicht außer Acht zu lassen ist auch die Hoffnung, mit der Veranstaltung unsere Vereinskasse ein wenig aufzupolstern.

Die Sportanlage des FC Breinigerberg in der Rüst wird bald auch zur Trainingsstätte für Cricket. Wie ist Ihre Meinung dazu?

Küffen: Absolut positiv. Das ist ein richtig tolle Sache. Stolberg wird damit um eine Sportart reicher, die es in der gesamten Städteregion noch nicht gibt. Auch den Gedanken der Integration befürworte ich und sehe diesbezüglich sehr gute Möglichkeiten. Cricket ist eine Sportart, die viele Migranten aus ihren Herkunftsländern kennen, und grundsätzlich eignet Sport sich bestens zur Integration — das beweist nicht nur der Fußball. Ebenfalls gut ist, dass unsere Sportanlage bald besser ausgelastet ist. Außerdem können wir eventuell auch den ein oder anderen Cricketspieler dafür begeistern, neben Cricket auch Fußball am Breinigerberg zu spielen.

Der FC Breinigerberg zählt zu den Stolberger Vereinen, die bisher noch nicht mit anderen fusioniert sind. Ist Fusion dennoch ein Thema am Balkan?

Küffen: Ja, natürlich bewegt uns dieses Thema. Wir sind ein kleiner Verein mit derzeit nur einer Mannschaft, und eine Fusion kann für die Zukunft des Fußballs am Breinigerberg ein guter und gegebenenfalls sogar ein notwendiger Schritt sein. Wir haben dahingehend auch bereits Gespräche geführt, die aber ergebnislos geblieben sind. Allerdings bleiben uns noch Alternativen, und sollten wir irgendwann entscheiden müssen zwischen Vereinsauflösung und Fusion, dann bin ich ganz klar für eine Verschmelzung mit einem anderen Verein.

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