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Besonderes Klassentreffen: Online-Premiere 60 Jahre nach dem Abitur

Besonderes Klassentreffen : Online-Premiere 60 Jahre nach dem Abitur

Corona-Zeiten fordern besondere Lösungen – auch für das jährliche Klassentreffen der Abiturientia 1960 des Goethe-Gymnasiums in Stolberg.

Die Abiturientia 1960 des Goethe-Gymnasiums trifft sich alljährlich. So auch in diesem Jahr – allerdings in ungewöhnlicher Weise: online

Als Teilnehmer berichtet Josef Klein: „Seit die Ex-Goethianer das Berufsleben hinter sich haben, führt das Klassentreffen sie jedes Jahr in eine andere Stadt oder Region. Im Mai 2020 sollte es nach Berlin gehen. Man freute sich auf Philharmonie, Museumsinsel, Sonderführung durch den Reichstag und andere Highlights. Das Wichtigste aber war, sich zu sehen, zusammen zu sein und miteinander zu reden. Ausgerechnet zum 60. Abiturjubiläum kam Corona dazwischen. Enttäuschung machte sich breit. Doch dann schuf ein innovativer Geistesblitz des Klassenkameraden Klaus- Jürgen Tänzler Abhilfe: das digitale Klassentreffen!“

Warum also sollten die Segnungen der Online-Konferenztechnik nicht auch den ehemaligen Stolberger Gynasiasten zugute kommen? Man lud die dafür einschlägige App herunter, probte ein wenig und war auf die Premiere gespannt. Zehn von ursprünglich dreizehn für Berlin angemeldete Teilnehmer hatten sich digital ausreichend fit gemacht.

Am Abend des 9. Mai war es soweit. Alle saßen in ihren Wohnzimmern – unter anderem Peter Richter 9000 Kilometer entfernt in Kalifornien – und sahen und hörten einander problemlos.

Man hob die Gläser und stieß an auf sechs Jahrzehnte guten Zusammenhalt, auf die ehemaligen Lehrer des Goethe-Gymnasiums und auf Manfred Kerschgens, den unermüdlichen Organisator der jährlichen Klassentreffen. In einer Schweigeminute wurde der verstorbenen Kon-Abiturienten gedacht. Man zeigte Bilder vergangener Klassentreffen, und jeder berichtete über die jeweils eigene Lebenssituation. Heiteres und Ernstes prägte zwei Online-Stunden, „die im Fluge vergingen und allen Teilnehmern im Gedächtnis haften bleiben werden“.