Stolberg-Büsbach: Offener Bürgerdialog: Häuser abreißen, Obdachlose verteilen

Stolberg-Büsbach: Offener Bürgerdialog: Häuser abreißen, Obdachlose verteilen

Sauberkeit, Kelmesberg und Einbahnstraßenregelungen bewegen die Menschen in Büsbach. Der Einladung des CDU-Ortsverbands Büsbach, Dorff, Liester, Münsterbusch zum offenen Bürgerdialog sind beinahe so viele Gäste wie Parteimitglieder gefolgt.

Rund 20 Bürger stellten Fragen an die Ratsvertreter, den CDU-Stadtverbands- und Fraktionsvorsitzenden Jochen Emonds und vor allem Bürgermeister Tim Grüttemeier. Etwa zu einer beantragten Einbahnstraßenregelung für Galmei- und Bischofstraße, gegen die sich sowohl der CDU- als auch der zuständige SPD-Ortsverband bereits ausgesprochen hatten.

„Wenn CDU und SPD die Regelung ablehnen, wird es wohl auch im Ausschuss für Stadtentwicklung eine Mehrheit dagegen geben, und keine der beiden Straßen wird zu einer Einbahnstraße“, sagte Grüttemeier. In Sachen Sauberkeit erklärte der Bürgermeister, ab Januar 2015 würden die städtischen Arbeiter feste Zuständigkeitsbereiche und die Bürger somit feste Ansprechpartner bekommen.

Die Frage, ob Wohncontainer für Flüchtlinge am Kelmesberg aufgestellt werden, beantwortete Grüttemeier klar mit „Nein“. Stattdessen werde dort ein momentan leerstehendes Haus renoviert, um Flüchtlinge darin unterzubringen.

Brisanz sahen die Anwohner ohnehin vielmehr in den am Kelmesberg beherbergten Obdachlosen, wie aus den Wortmeldungen beim Bürgerdialog hervorging. Grüt­te­meier äußerte sein Verständnis: „Unser Bestreben ist es, diese Menschen auf Dauer dezentral im Stadtgebiet zu verteilen und eine Ballung wie am Kelmesberg zu vermeiden.“ Fernziel sei es, dass die Stadtverwaltung die Häuser abreiße und damit die Situation für das Neubaugebiet Brockenberg deutlich verbessere.

(dim)
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