Erneut ein voller Erfolg : Abwechslungsreiches Programm bei der Ökumenische Sitzung

Was 1998 klein begann, hat sich inzwischen längst zu einem Knaller im Stolberger Karneval entwickelt. Schließlich ist das geistliche Trio an der Spitze immer wieder bemüht, mit der ökumenischen Sitzung ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm auf die Beine zu stellen.

Das „Heilige Dreigestirn" führte auch diesmal bei der ökumenischen Karnevalssitzung im Saal des Gemeindezentrum erfolgreich Regie. Als Heiliges Dreigestirn wird scherzhaft das Trio bezeichnet, das aus den evangelischen Pfarrern Andreas Hinze und Uwe Loeper sowie dem katholischen Pfarrer Hans-Rolf Funken besteht und seit 21 Jahren ein Garant für eine exzellente Sitzungsleitung ist. Denn so lange gibt es schon das Erfolgsprodukt ökumenische Sitzung der beiden Stolberger Konfessionen.

Was 1998 klein begann, hat sich inzwischen längst zu einem Knaller im Kupferstädter Karneval entwickelt. Schließlich ist das geistliche Trio immer wieder bemüht, mit der ökumenischen Sitzung ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm auf die Beine zu stellen.

Dass das auch diesmal gelang, stellte das aus Musik, Showtanz, Mariechentänzen, Büttenreden und Prinzenbesuchen bestehende Repertoire unter Beweis. Die Versorgung der rund 150 Besucher mit schmissiger Karnevalsmusik hatte Alleinunterhalter Frank Hoffmann übernommen. Den Start hatte traditionell als „Hausgesellschaft" die KG Fidele Zunfthäre gemacht, die ihre Mariechen - Anna-Katharina Koslowski und Anna Franck - sowie das Kindertanzpaar Maria Kempf und Julian Eßmajor, einschließlich der Garde, zu schwungvollen Tanzdarbietungen animierte.

Vize-Bürgermeisterin Katharina Wahlen in der Bütt. Foto: Toni Dörflinger

Danach eroberte der Kupferstädter Stadtprinz Ecki I. (Eckhard Braun) die Bühne. Er hatte seinen Hofstaat und eine Abordnung der KG Erste Große mitgebracht. Gemeinsam mit seinem Hofstaat präsentierte Tollität ein karnevalistisches Medley. Den Programmreigen setzten danach die KG Vicht und die KG „De Wenkbülle" vom Donnerberg fort. Sie begeisterten das Publikum ebenfalls mit Tanzdarbietungen und der Präsentation ihrer Mariechen. Etwas besonderes hatte die KG De Wenkbülle zu bieten. Denn sie besitzt mit Selina I. (Linzenich) eine Kinderprinzessin.

Den ersten Höhepunkt erreichte das Programm, als die KG Brander Stiere mit ihrem Bürgerprinz Karsten I. (Kehren) aufmarschierte. Denn traditionell gehört der Besuch des Brander Prinzen mit seinem Gefolge zu den Highlights der gemeinsamen Sitzung von Katholiken und Protestanten. Schließlich besteht der vierte Pfarrbezirk von Stolbergs evangelischer Kirchengemeinde auch aus Brand. Somit war eine kleine Abordnung aus dem Aachener Stadtteil ebenfalls vertreten. Und wenn die Brander auflaufen, gerät Pfarrer Hans-Rolf Funken so richtig in Stimmung. Schließlich ist ein ein echt „Öcher Jong", der seine Herkunft durch Alt-Aachener-Lieder kundtut.

Mit einer gelungenen Büttenrede überraschte die 1. stellvertretende Bürgermeisterin der Stadt Stolberg, Karina Wahlen, die bunt kostümierten Gäste. Sie präsentierte sich mit Toilettenbürste und Wischmopp bewaffnet, als „Lokusfrau vom Hauptbahnhof" und überreichte dem geistlichen Präsidententrio Gutscheine zur kostenlosen Nutzung der Toilettenanlage im Stolberger Hauptbahnhof an der Rhenaniastraße.

Ein Höhepunkt der Sitzung: Prinz Ecki I. überreicht Pfarrer Andreas hinze den Sessionsorden. Foto: Toni Dörflinger

Ein weiterer Höhepunkt wurde erreicht, als das aus Köln-Porz stammende Dreigestirn mit Prinz Markus I. (Galle), Jungfrau Helene (Benz) und Bauer Dennis (Wodarz) den Saal betrat. Dabei präsentierte sich Prinz Markus I. mit Gitarre ausgestattet, als Stimmungssänger, der unter anderem Alt-Kölsche-Lieder sowie Songs von den Bläck Föss zum Besten gab.

Zu später Stunde eroberten dann die KG Mölle und die Showtanzgruppe der KG De Wenkbülle nochmals die Bühne: Die KG Mölle begeisterte mit Mariechentänzen und die Donnerberger Wenkbülle bot mit ihrer Truppe eine glänzende Choreografie. Den Stellenwert, den die ökumenische Karnevalssitzung für Katholiken und Protestanten besitzt, stellte Pfarrer Andreas Hinze so dar: „Ökumene wird schon seit langem in Stolberg groß geschrieben. Standen bisher unter anderem mit dem ökumenischen Kreuzweg, dem ökumenischen Pfingstgottesdienst und der Aktion "Pausenzeichen setzen" theologische Veranstaltungen im Vordergrund, kamen mein katholischer Amtsbruder Hans-Rolf Funken und ich in den späten 1990er Jahren auf die Idee, mal eine karnevalistische Veranstaltung ins Leben zu rufen. So fand 1998 die erste ökumenische Karnevalssitzung statt, die seitdem bei den Mitgliedern der beiden Konfessionen auf großen Zuspruch und Interesse stößt".

(doe)
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