Stolberg: Noch fehlen die Investoren

Stolberg: Noch fehlen die Investoren

Sonnenschein und Eiszeit prägt derzeit nicht nur das Wetter in der Kupferstadt, sondern kennzeichnet auch einige große Investitionsvorhaben. Denn zumindest zwei Projekte, für die die Stadt die Bauleitplanung anpassen will, liegen derzeit auf Eis.

Das so genannte Projekt „Come together”, das auf einem 5000m2 großen Gelände einer ehemaligen Schreinerei zwischen Konrad-Adenauer-Straße und Mühlenrötschen eine altersgerechte Wohnsiedlung schaffen will, sowie die Errichtung von seniorengerechten, barrierefreien 34 Wohnungen in zwei Neubaukomplexen nach dem Abriss der ehemaligen Kartonagefabrik Hoyer in Münsterbusch, sind im vergangenen Jahr einer Realisierung nicht näher gekommen.

„Es fehlen in beiden Fällen den Projektentwicklern noch die Investoren”, erklärte der Fachbereichsleiter Planung, Andreas Pickhardt auf Anfrage. Weiteres Interessse besteht nach Aussage seines Jugend-Kollegen Willi Seyffarth an einen Neubauprojekt für eine viergruppige Kindertagesstätte mit heilpädagogischen und U-3Gruppen an der Bergstraße. „Wir haben weiterhin Interesse, warten aber noch auf die Bestellung unserer neuen Geschäftsführung”, erklärte Alice Teeuwen, Fachbereichsleiterin der Caritas Lebenswelten GmbH, die als Investor auftreten soll.

Die Sonne lacht dagegen dem so genannten „Züblin-Projekt” auf einer Industriebrache neben dem Dienstleistungszentrum in Münsterbusch entstehen soll. Der Stadtrat soll in zwei Wochen den Verkauf des 43 Hektar großen Grundstückes ohne Auflagen an die Strabag Real Estate beschließen. „Wir möchten weiterhin einen Bau- und Gartenmarkt dort errichten”, erklärte Gebietsleiter Rainer Maria Schäfer auf Anfrage. Einig sei man sich mit Stadt und Städteregion bereits über einen Sanierungsvertrag für die Altlast, offen ist allerdings noch der Umfang der erforderlichen Absicherung aufgrund einstiger bergbaulicher Aktivitäten.

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