Stolberg: Nicht nur Muslime kommen zum Fastenbrechen in Stolberg

Stolberg : Nicht nur Muslime kommen zum Fastenbrechen in Stolberg

Das traditionelle Fastenbrechen wurde jetzt in der Stadthalle Stolberg gefeiert. Ein letztens Mal für dieses Jahr mussten die Muslime bis nach Sonnenuntergang warten, um Essen und Trinken zu sich zu nehmen.

Eingeladen hatten drei Moscheen, die Vereine Side und Türkfederasyon und der Integrationsrat der Stadt Stolberg, die alle an der Finanzierung des Abends beteiligt waren. Beginn war um 21 Uhr, gegessen werden durfte aber erst ab 21.58 Uhr, dem Sonnenuntergang. Bis dahin wurden auf der Bühne der Stadthalle einige Reden gehalten.

Ekin Amed, Vorsitzender des Integrationsrates der Stadt Stolberg, hielt zunächst eine Begrüßungsrede. Dabei erzählte er, dass Muslime in der Zeit des Ramadan Zuneigung, Toleranz und Respekt besonders intensiv leben sollen. „Es ist wichtig, dass wir einander kennen- und verstehen lernen und andere akzeptieren und respektieren“, erzählt Amed.

Damit sich verschiedene Kulturen und Religionen besser kennenlernen, wurde die Einladung öffentlich für jedermann ausgesprochen. „Wir möchten einen Einblick in unseren muslimischen Glauben verschaffen, aber auch andere Kulturen kennenlernen. Kunterbunt ist schließlich besser als einfarbig“, stellte Ekin Amed am Schluss seiner Rede fest.

Auch Bürgermeister Tim Grüttemeier trat für eine kurze Rede auf die Bühne. Er sprach unter anderem die Debatte über das geplante Wohnheim für muslimische Studenten an. „Es ist ein gutes Projekt für die Stadt. Gemeinsam müssen wir versuchen, Unsicherheiten, die noch im Raum stehen, abzubauen.“ Nach den Reden bat Ekin Amed die beiden Vorbeter Ömer Gelir und Abdullah Kurt auf die Bühne. Ömer Gelir rezitierte eine Stelle des Korans und Abdullah Kurt übersetzte diese ins Deutsche. Um 21.58 Uhr sprach Ömer Gelir dann den Gebetsruf aus, woraufhin dann das letzte Iftar Essen diesen Jahres begann.

Kranke und Kinder ausgenommen

Für tausend Personen wurde das Essen vorbereitet. „Am Anfang ist es natürlich schwer, den ganzen Tag auf Essen und Trinken zu verzichten“, stellt Ahmet Yildiz, Vorsitzender des Vereins Side, fest. Der Verzicht von Trinken fällt vor allem an heißen Tagen, wie in der vergangenen Woche, schwer. „Kranke oder ältere Menschen, sowie Kinder müssen natürlich nicht am Fasten teilnehmen. Aber das Fasten ist ein wichtiger Bestandteil unseres Glaubens.“

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