Stolberg-Venwegen: Nicht nur Missstände finden, auch Ideen sammeln

Stolberg-Venwegen: Nicht nur Missstände finden, auch Ideen sammeln

Im Juli oder August dieses Jahres soll das bereits vorhandene Klettergerüst auf dem Spielplatz „Pfarrer-Peters-Weg“ um ein weiteres ergänzt werden. Finanziert wird das neue Spielgerät durch eine Sammlung, die von einer Elterninitiative ins Leben gerufen, inzwischen die stolze Summe von 5000 Euro erbracht hat.

Dass bis zum Sommer auch die Restsumme von 3000 Euro aufgebracht wird - für das neue Gerät sind 8000 Euro veranschlagt - ist sich der CDU- Fraktionsvorsitzende Tim Grüttemeier sicher, der die dortigen geplanten Aktivitäten mit Lob bedachte. Grüttemeier war einer von 15 Christdemokraten, die auf Einladung des CDU-Ortsvereins „Breinig, Breinigerberg und Venwegen“ einen so genannten Ortsspaziergang unternahmen.

Ziel des Rundganges war es - in der Vergangenheit hatte man ähnliche Unternehmungen bereits in Breinig und Breinigerberg gestartet - zur Realisierung anstehende oder abgeschlossene Projekte in Augenschein zu nehmen oder auf vermeintlichen Missstände hinzuweisen und Ideen für eine Verbesserung der Infrastruktur zu sammeln. Keinen Missstand, sondern ein bereits vor einem Jahre abgeschlossenes Projekt besichtigten die Christdemokraten an der Straße Zu den Maaren.

Dort hat die vormalige, mit Schlaglöchern versehene - nach Rochenhaus führende Schotterpiste - inzwischen eine Asphaltdecke erhalten und ist seitdem zu einem bevorzugten Ziel von Radfahrer und Wandern geworden, freute sich Ortsvereinsvorsitzender Ben Grendel. Neben diesen beiden Maßnahmen inspizierte die Gruppe auch der oberhalb der St. Brigida-Kirche liegende Bushaltestelle, um auf vermeintliche dortige Missstände hinzuweisen.

Denn nach Meinung der Christdemokraten muss in diesem Bereich die Bushaltestelle umgestaltet werden. „Insbesondere für Schulkinder sind die Haltepunkte wegen der dort zur Verfügung stehenden geringen Fläche beim Ein- und Aussteigen zu einer Gefahr geworden“, versicherte Arthur Kaldenbach, stellvertretender Ortsvereinsvorsitzender, der um Erweiterungsflächen zu gewinnen, den Fortfall der dortigen Verkehrsinsel und eine Verlegung der auf der rechten Seite liegenden Bushaltestelle in Richtung des oberhalb sich befindenden Parkstreifens vorschlägt.

Weitere Gefahren hat Kaldenbach durch unvorsichtige Autofahrer ausgemacht, die auf die Gegenfahrbahn ausweichen, wenn ein haltender Bus Kinder und Erwachsene ein- und aussteigen lässt. Danach wurde das neue Baugebiet „Vennhof“ besichtigt, dessen in Angriff genommene Bebauung - vier Häuser sind bereits fertiggestellt, sechs weitere sollen folgen - auf Zustimmung der Christdemokraten traf.

Da die Ausweisung weiterer Baugebiete - Bedarf besteht laut Grüttemeier nach wie vor - problematisch geworden ist, begaben sich die Christdemokraten anlässlich ihres Rundganges auf der Suche nach weiteren, geeigneten Flächen. Fündig geworden ist die CDU an der Mulartshütter Straße, wo gegenüber der früheren Schule ein Wiesengelände liegt, das sich nach Meinung des Fraktionsvorsitzenden für die Erstellung von Einfamilienhäusern hervorragend eignet ist. Um dieses Vorhanden realisieren zu können, schlägt Grüttemeier eine Verschiebung der Baugrenze um 150 Meter in Richtung Bürgerhaus vor.

Dort an der alten Schule liegt auch ein zum Birkenhof führender kleiner Weg, der, wenn es nach Edith Nolden, der stellvertretenden Ortsvereinsvorsitzenden geht, eine neue Splittdecke erhalten soll, damit in Zukunft Schlamm und mit Wasser gefüllte Löcher nicht mehr Wanderer und Radfahrer behindern. Der Rundgang endete am Birkenhof, wo die Gruppe die dortigen Umbaumaßnahmen - Anbau und Terrasse - unter die Lupe nahmen