Neujahrskonzert Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg

Zuhörer eingebunden : Neujahrskonzert Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg

Das war mehr als ein Konzert – das war ein Zusammensein. Denn der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Stolberg hat richtig viele Freunde, so viele, dass es reicht, den Saal des Museums Zinkhütter Hof bis zum letzten Platz zu füllen.

Weiteres Indiz: Bevor Dirigent Karl Schäfer und seine Aktiven den ersten Ton erklingen ließen, herrschte im Foyer des Museums erst einmal drangvolle Enge. Kulturmanager Max Krieger, der zusammen mit den Aktiven und Unterstützung der Stadt das Neujahrsereignis als Ouvertüre zum Stadtfest „Stolberg goes“ (14.bis16. Juni) organisiert hatte, beruhigte derweil am Empfangstisch die Wartenden und kümmerte sich zusammen mit dem Service der Museumsgastronomie darum, dass kein Gast ohne ein Glas Sekt oder Orangensaft blieb.

Derweil brachten sich auf der anderen Seite der Eingangstür die Leute vom Musikzug in Stellung. Jeder eintretende Zuhörer erhielt von den Gastgeber ein kleines eiförmiges Rhythmusinstrument, grün wie eine Limette. Dahinter steckte mehr wie ein Gang: Die „Maracas“ genannten Instrumente waren ein Hinweis auf Kuba, das nächste Gastland bei „Stolberg Goes“.

Beschwingt ging es im Übrigen zu bei diesem Konzert, beschwingt bis hinein in die Rede der stellvertretenden Bürgermeisterin Karina Wahlen, die sich unumwunden als großer Fan des Musikzugs outete – und nicht zögerte, zu ihrem Maraca zu greifen, als Karl Schäfer die Fans im Saal dazu einlud. Denn steif war bei diesem Start in das neue Jahr rein gar nichts, weder die Ansprachen noch die Moderationstexte, die Karl Schäfer zwischen die einzelnen Stücke eingestreut hatte.

Frisch und temperamentvoll ging es zu, nicht nur, weil der Leiter und die Seinen sich bei bester Spiellaune zeigten und bei bester Spiellaune einen Ohrwurm auf der anderen folgen ließen, „La Cucaracha“ etwa, „La Bamba“ oder „Guantanamera“. Denn auch andere Künstler waren zur Stelle, um das Kulturereignis am Vormittag so prallvoll, wie es nur irgendwie geht, mit Temperament und guter Laune zu füllen. „Barbara y Vaiven Cubana“, drei aus Kuba stammende Künstler und Lehrer an der Musikschule Merz, waren zur Stelle, um die Freunde gepflegter Klänge im Museum mit einem peppigen Cocktail aus aktuellen Hits wie Luis Fonsis „Despacito“ und anderen mehr oder minder erfolgreichen Titeln zu verwöhnen.

Sowohl die Mitglieder des Trios als auch die des Musikzugs gestalteten ihre Beiträge mit einem hohen Grad an Perfektion und persönlichem Engagement. Dem Geist der Freundschaft und der Kultur, die bei“Stolberg goes“ Deutsche und Kubaner verbinden soll, haben die Ausführenden dadurch schon fünf Monate vor dem eigentlichen Ereignis schon Leben eingehaucht und Gestalt gegeben.

(chh)
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