Stolberg: Neuer Trainer beim Stolberger SV ist heiß auf die Herausforderung

Stolberg: Neuer Trainer beim Stolberger SV ist heiß auf die Herausforderung

Robert Teichert übernimmt das Traineramt beim Stolberger SV Handball von Guido Bartz, der nun sportlicher Leiter ist. Vergangene Saison war Bartz noch Trainer der Handball Oberliga-Mannschaft des Stolberger SV. In der kommenden Saison fungiert er als sportlicher Leiter der „roten Teufel”.

Somit war es gleich eine seiner ersten Amtshandlungen, einen Nachfolger für sich zu suchen. Und den hat er gefunden: Robert Teichert wird in der kommenden Saison der neue Trainer der Stolberger Handballer sein.

Der 31-Jährige kommt vom Regionalligisten Bayer Dormagen II, bei dem er bis vor kurzem zusammen mit Pascal Mahe das Trainergespann bildete. Beim SSV ist Teichert jedoch alleine für die Mannschaft verantwortlich. „Das war auch ein Grund, warum ich mich für Stolberg entschieden habe. Für mich ist es eine neue Herausforderung, als eigenverantwortlicher Trainer zu arbeiten und eine junge Mannschaft zu formen”, sagt Teichert, der die Handball-Philosophie des SSV gewissermaßen verkörpert: Jung, dynamisch und zielstrebig wirkt der neue Trainer, der offiziell seit dem 1. Juli im Amt ist und seitdem bereits einige Trainigseinheiten mit der Mannschaft absolviert hat.

Und jung, dynamisch und zielstrebig ist und soll auch die neue Mannschaft sein, die in der kommenden Saison in Deutschlands vierthöchster Handball-Liga auf Punktejagd geht. „Ich will mit der jungen Mannschaft absoluten Tempo-Handball spielen. Das ist das, was ich in meiner Trainerlaufbahn versucht habe zu forcieren und auch hier einbringen will, um den Zuschauern interessanten Handball zu bieten.”

Allzu hohe Ziele möchte sich Teichert kurzfristig aber nicht setzen: „Das hängt immer davon ab, wie der Kader aussieht”, sagt er. „Wir sind noch dabei, den ein oder anderen Neuzugang einzubauen. Mit der jetzigen Mannschaft sollte wieder ein Platz im gesicherten Mittelfeld das Ziel sein. Wir gehen die Saison aber mit realistischen Zielen an. Gerade auf der Basis, dass noch drei bis vier Spieler aus dem neunziger Jahrgang und viele junge Spieler im Seniorenbereich ihre Erfahrungen machen müssen.”

Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat der SSV erst zwei Spieler für die kommende Saison verpflichten können. Oliver Roth kommt wie sein Trainer aus Dormagen in die Kupferstadt, Lars Kool wechselt aus Bardenberg. Nach wie vor wird die Mannschaft aber zum größten Teil aus Stolbergern bestehen, was auch Teichert sehr begrüßt: „Ich finde das wichtig, dass so viele Jungs aus dem Ort kommen. So kann hier eine richtige Euphoriewelle entstehen.”

Euphorisch kann der SSV auf jeden Fall in die neue Saison gehen, denn die verspricht so interessant zu werden wie lange nicht mehr. Nach dem Abstieg des BTB Aachen und dem Aufstieg von Westwacht Weiden spielen zusammen mit dem TV Weiden, Übach-Palenberg und dem Stolberger SV gleich fünf Mannschaften aus dem Handballkreis Aachen/Düren in der Oberliga - hart umkämpfte Derbys sind den Spielern und Zuschauern also garantiert.

Damit diese auch wieder vermehrt in die Sporthalle am Goethe-Gymnasium zu den Heimspielen des SSV kommen, finden die Spiele in der kommenden Saison nicht mehr samstags um 19:30 Uhr, sondern sonntags um 17:45 Uhr statt.

Um Oberliga-Handball in Stolberg gucken zu können, müssen die Zuschauer aber nicht zwangsläufig die Spiele der Herrenmannschaft besuchen. Auch die männliche A- und C-Jugend hat sich in der abgelaufenen Saison für die Oberliga qualifiziert und dokumentiert so auch die gute Jugendarbeit, die beim SSV geleistet wird.

Diese Arbeit hat mittlerweile auch in der weiblichen Jugend Früchte getragen; erstmals konnte der SSV alle Altersklassen mit einer Mannschaft besetzen. Ein so guter Unterbau liefert auch Robert Teichert eine ideale Arbeitsgrundlage, die er und der Verein auch in Zukunft weiter fördern wollen: „Ich lege sehr viel Wert auf die Verzahnung der A-Jugend und der Senioren.”

Mehr von Aachener Nachrichten