Stolberg-Breinig: Neuer Spielplatz in Breinig ist Thema im Jugendausschuss

Stolberg-Breinig : Neuer Spielplatz in Breinig ist Thema im Jugendausschuss

Der Stolberger Süden soll bald um einen Spielplatz reicher sein. Genauer gesagt: In der Egidius-Braun-Straße soll ein generationsübergreifender Spielplatz entstehen. Aber wie soll dieser gestaltet werden? Darüber entscheiden nun die Mitglieder des Kinder- und Jugendausschusses (KJA) in ihrer nächsten Sitzung Anfang September.

Im Vereinsheim des SV Breinig hatte es dazu bereits eine Bürgerinformationsveranstaltung gegeben. Dabei stieß den Anwohnern lediglich die vorgeschlagene Farbe des Pflasters auf. Der Grund: Planer und Verwaltung hatten für den zukünftigen Spielplatz einen Weg in rotem Betonsteinpflaster vorgeschlagen, der kam allerdings nicht ganz so gut an (wir berichteten). Die Anregungen und Wünsche der Bürger wurden in einer Arbeitssitzung Mitte Juli unter der Beteiligung des Stolberger Jugendamtes und der Bauland GmbH hinsichtlich ihrer Umsetzbarkeit überprüft. Das Ergebnis: Fast alle Anregungen der Anwesenden konnten — laut Verwaltung — berücksichtigt werden. Sie wurden nun für die Sitzung des KJA zusammengefasst.

Keine roten Pflastersteine

Das Farbkonzept „Rot wie Eisen“ wird aufgegeben. So sollen nicht rote Pflastersteine verarbeitet, sondern ein graues Betonpflaster verlegt werden, um so eine farbliche Einheitlichkeit zu schaffen. Zur optischen Abgrenzung wird dafür allerdings ein anderes Pflasterformat gewählt. Auch die Umzäunung soll auf Wunsch der Anwohner nicht in rot gehalten werden.

Eine Schaukelmöglichkeit für Kleinkinder soll in Form einer Nestschaukel aufgegriffen werden. Für eine Beschattung im Kleinkinderbereich sollen verschiedene Bäume sorgen. Ein Fallschutz aus Perlkies soll dort, wo erforderlich, verwendet werden. Ein synthetischer Kautschukbelag wurde als eher nicht passend für die dörfliche Situation empfunden. Die Fallschutzflächen werden nun auf Wunsch des Technischen Betriebsamtes (TBA) mit gummierten Rasenkantensteinen eingefasst.

Ein mehrfach genannter Wunsch der Anwohner war zudem die Integration einer doppelten Rutsche in die Kletterlandschaft. Dies wurde in der Planung berücksichtigt. Allerdings soll es keine doppelte Rutsche geben, da diese aufgrund der Verletzungsgefahr von den in Frage kommenden Herstellern nicht mehr angeboten wird.

Keine Tische

Auch aus einem Kommunikations- und Fitnessbereich soll der generationenübergreifende Spielplatz bestehen. In diesem werden die Sitzbänke aus umgedrehten Beton-U-Steinen je Sitzbereich an einem Schenkel mit Sitzauflagen aus Recycling-Kunststoff belegt. Tische werden nicht aufgestellt, damit die multifunktionale Nutzung des Platzes nicht eingeschränkt wird. Diese können allerdings bei Bedarf noch nachgerüstet werden.

Dem Wunsch nach Abgrenzung der Zugangwege durch Findlinge kann aus Sicherheitsgründen und Gründen der Spielplatzunterhaltung durch das TBA allerdings nicht nachgekommen werden. Als Alternative schlägt die Stolberger Verwaltung dafür zwei versetzte Bügeltore vor.

Auf einen Basketballkorb und eine Tischtennisplatte muss aufgrund der Größe der Spielfläche und der damit verbundenen Emissionen ebenfalls verzichtet werden. Beides sei jedoch auf nahe gelegenen Spielplätzen im Umfeld vorhanden, heißt es dazu von Seiten der Stolberger Verwaltung.

Die Entscheidung, ob das Konzept in dieser Form umgesetzt wird, fällt letztlich der KJA in seiner Sitzung am Donnerstag, 6. September.

(se)
Mehr von Aachener Nachrichten