Stolberg: Neue Varianten für die Atsch

Stolberg: Neue Varianten für die Atsch

Die Entscheidung über die im Vorfeld vieldiskutierten Fahrrad-Schutzstreifen entlang der Würselener Straße, ist vertagt worden: Das Vorhaben brauche intensivere Beratungszeit, Verständnisfragen seien nach wie vor offen, argumentierten Vertreter der Fraktionen.

Unterdessen sind zusätzliche Konzepte seitens der Verwaltung vorgestellt worden, so dass eine Abstimmung in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt (ASVU) nicht möglich war.

Vom zuständigen Fachbereichsleiter Andreas Pickhardt wurden insgesamt sechs verschiedene Varianten erläutert, wie die L 23 demnächst aussehen könnte. Dazu zählen unter anderem, die Straße im aktuellen Zustand zu belassen und zusätzlich beidseitig mit Schutzstreifen auszustatten.

Auch bestehe die Möglichkeit, die Straße mit fünf neuen Parkplätzen im Bereich der Steinbach-/Hasencleverstraße zu versehen und/oder eine Mittelinsel für die Fußgängerquerung zu installieren. Die CDU forderte unterdessen einen kombinierten Fußgänger-Radweg in Bergauf-Richtung. Die SPD will zusätzlich das „Worms”-Gelände, das eventuell zu einem neuen Gewerbepark umgestaltet werden soll, in die Planungen mit einbeziehen.

Kreisverkehr ohne Chance

Im Zuge der Diskussion um die zukünftige Gestaltung der Würselener Straße wurde ebenfalls ein möglicher Kreisverkehr für das Atscher Dreieck thematisiert, dem Bernd Engelhardt llerdings keine großen Hoffnungen machte: „Damit brauchen wir uns eigentlich nicht zu beschäftigen, denn einen Kreisverkehr wird es auf Jahre nicht geben”, sagte der FDP-Mann, „wir sind dafür ja noch nicht einmal in der Planung des Lanesbetriebes drin.”

Dafür brachte der Liberale eine andere Option ins Spiel: Die Umkehrung der Einbahnstraßenregelung in der Hasencleverstraße/Einmündung Würselener Straße. Begründung: „So könnte vor allem der Schwerlastverkehr nach Eschweiler umgeleitet werden, was für das Atscher Dreieck eine enorme Entlastung wäre.” Die Verwaltung will den Vorschlag prüfen.

Wie die Entscheidung letztlich auch ausfallen wird: Alle Varianten, zumindest in Bezug auf die Fahrrad-Schutzstreifen, können ohnehin erst dann umgesetzt werden, wenn die Würselener Straße vom Landesbetrieb Straßenbau saniert und mit sogenanntem Flüsterasphalt versehen wird.

Dies soll voraussichtlich im kommenden Jahr geschehen.

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