Stolberg-Münsterbusch: Neue Fassade an der Grundschule ist für Stolberg eine Premiere

Stolberg-Münsterbusch : Neue Fassade an der Grundschule ist für Stolberg eine Premiere

„Das ist ja auch für uns eine Premiere“, sagt Dieter Roth mit einer unüberhörbaren Portion Stolz. „Es klappt und passt alles“, sagt der stellvertretende Leiter des Hochbauamtes. Die Sanierung der Grundschule an der Prämienstraße dürfte wohl zur Lieblingsbaustelle seiner Karriere bei der Stadt avancieren.

Während der Sommerferien erhält das Gebäude aus den 1970er Jahren eine neue Fassade. Beton und Alu aus den Hippie-Tagen sind abgetragen. Übrig sind die tragenden Pfeiler, Stürze und Böden. Der Blick in die Klassenräume ist frei. An dieses Skelett sind während der vergangenen Wochen vorgefertigte Holzbauelemente gehängt und verschraubt worden.

Am Dienstag wurden die letzten Bauteile der neuen Außenhaut im obersten Geschoss montiert. Es werden die zur Montage sicherheitshalber entnommenen Fenster wieder eingesetzt. Es folgt eine weitere Dämmschicht auf der neuen Fassade, die wiederum mit dekorative Hochdruck — Schichtpressstoffplatten verkleidet wird. Nach außen hin wird die Grundschule in Grau erstrahlen —mit Streben in Orange- bis Gelbtönen. Nach innen werden Fensterbänke und Laibungen bunt sein.

„Bauen mit Holz“, sagt Dieter Roth, „das ist schon toll“. Üblich in Bayern, aber wenig bekannt in hiesigen Breiten. Dabei genieße dies viele Vorteile — von der Fertigung, über die Nachhaltigkeit bis zum Klimaschutz. „Noch erlauben uns die Bauvorschriften nicht das, was in Bayern längst der Regelfall ist“, sagt Roth. Aber „der Gesetzgeber arbeitet daran.“ Denn Bauen mit Holz, das wird auch im Rheinland die Zukunft sein. Davon ist der Ingenieur überzeugt — bestärkt durch die Erfahrungen mit der Grundschule in Münsterbusch.

Am Mittwoch folgt die Besprechung mit Rektorin Rosemarie Schroeder. „Dann werden wir sehen, was noch bis zum Schulstart erledigt sein muss“, sagt Roth. Gestartet werden kann mit acht Klassen (übrigens jede mit eigenem Lüftungs- und Wärmetauscher), die weiteren werden kontinuierlich fertig. Estrich muss an den Fassadenseiten beigemacht, Decken abgehangen und Räume gesäubert werden. Wir liegen im Zeitplan“, resümiert Dieter Roth. „Und die neue Schule wird ganz bestimmt auch den ganzen Stadtteil aufwerten.“