Stolberg: Nächtlicher Hausbrand: Wasser gefriert in Feuerwehrschläuchen

Stolberg : Nächtlicher Hausbrand: Wasser gefriert in Feuerwehrschläuchen

Weil in einem Wohnhaus ein Feuer ausgebrochen war, musste die Feuerwehr in Stolberg in der Nacht zu Montag in den Stadtteil Vicht ausrücken. Es war ein Einsatz, der den Rettern viel Wissen, Kraft und Stehvermögen abverlangte: Um an die Flammen zu gelangen, mussten sie die Isolierung der Hauswand aufbrechen. Zudem gefror wegen der extremen Temperaturen das Löschwasser.

Gegen 0.50 Uhr riefen die Bewohner des Einfamilienhauses in der Straße „Im Loh“ den Notruf: Der Dachstuhl brannte. Der Löschzug der Berufsfeuerwehr, der 4. Löschzug mit den Löschgruppen Mausbach, Vicht und Zweifall und der 3. Löschzug mit den Löschgruppen Breinig, Dorff und Venwegen sowie der Führungsdienst machten sich mit insgesamt rund 50 Einsatzkräften auf den Weg.

Als die ersten Einheiten unter Leitung von Amtsleiter Andreas Dovern vor Ort eintrafen, stand das Dach an einer Giebelwand im Bereich des Kamins in Flammen. „Im Dachstuhl hatten sich Sparren und Dachlatten entzündet“, berichtete Feuerwehrsprecher Michael Konrads später am Tag. Die Einsatzkräfte griffen die Flammen per Drehleiter von außen an, ein zweiter Trupp rückte in das Dachgeschoss des Hauses vor.

Da die Flammen bereits in die Isolierung der Außenwand vorgedrungen waren, mussten die Brandbekämpfer einen Teil der Wandverkleidung am Giebel aufbrechen, um sämtliche Glutnester zu löschen.

Nach gut zwei Stunden war der Brand gelöscht - angesichts von Temperaturen von rund 7 Grad unter Null war es durchaus kein angenehmer Einsatz. Das Löschwasser gefror in den Schläuchen und auf der Straße. Ein Streufahrzeug musste angefordert werden, um den betroffenen Teil der Zweifaller Straße abzustreuen. Erst gegen 4.30 Uhr konnten die Einsatzkräfte wieder abrücken.

(red/fw)