Nach Stolrun und Stolburg steht nun das Projekt Stolbike an

Industriegeschichte und Sport vereinen : Stolberger Tourismuskonzept geht in die nächste Runde

Für Radfahrer soll sich in Stolberg nun eine Menge tun. Ein Konzept für zwei neue Radrouten wird im Tourismusausschuss vorgestellt. Diese Strecken sind geplant.

Zu Fuß, rund um die Burg oder mit dem Fahrrad: Drei verschiedene Themenfelder umfasst das Tourismuskonzept der Stadt Stolberg. Sie sind zusammengefasst unter den Schlagworten Stolrun, Stolburg und Stolbike. Bereits zum zweiten Mal hat der Stolrun mittlerweile stattgefunden, das Burgkonzept befindet sich ebenfalls in der Umsetzung. Fehlt also nur noch eine Route für die Radfahrer. Und genau damit beschäftigt sich der Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus (ASKST) in seiner Sitzung am Mittwoch, 25. September. Wir haben vorab schon einmal die Planungen zusammengefasst.

Das ist geplant: Die Route soll die Industriegeschichte Stolbergs erlebbar machen. Heißt im Klartext: Neben dem Sport soll auch die Stadtgeschichte für Freizeitradler im Vordergrund stehen und erlebbar werden. Mit Startpunkten an der Stolberger Burg und am Museum Zinkhütter Hof sollen gleich zwei Routen entstehen: eine Familienroute und eine E-Bike-Route. Diese beiden sollen im Rahmen einer zwei- bis dreistündigen Tour Orte, die Stolberg als „Wiege der deutschen Industrie“ markieren, verbinden.

Warum gerade diese Startpunkte? Dies sollen Orte sein, an denen die Radfahrer Aufenthaltsqualität vorfinden und Angebote wahrnehmen können. Die Stationen sind optisch einheitlich gekennzeichnet, besitzen eine öffentlich erreichbare Ladeinfrastruktur und sind zudem radtouristisch möbliert. Neben dem Startpunkt „Burg“ sei der „Zinkhütter Hof“ als zweiter Stationspunkt bewusst gewählt worden. Denn: Die Infrastruktur für Radtouristen wurde durch die Einrichtung einer Ladestation für E-Bikes am Museum Zinkhütter Hof bereits gestärkt. Im Rahmen des anstehenden Burg-Konzeptes sind weitere Ladestationen geplant.

Radtouristische Angebote

Durch die Städteregion seien in den vergangenen Jahren bereits verschiedene radtouristische Angebote geschaffen worden, von denen die Stadt Stolberg bei der Auswahl und Festlegung der Routenführung profitiert habe, heißt es in der Ausschussvorlage. Bei der Routenführung könne auf vorhandene Radwege zurückgegriffen werden, es müssten keine neuen Radwege angelegt werden. Die Entwicklung der Routenführung geschehe in enger Zusammenarbeit mit der Städteregion und orientiere sich an der Beschilderung zur Streckenführung auf dem vorliegenden Knotenpunktsystem.

Sehenswürdigkeiten seien bereits mit Infotafeln bestückt. Erforderliche Ergänzungen sollen folgen. Interessant sei aufgrund der Topographie der Stadt Stolberg auch das Thema E-Bike. Die Routenpunkte zwischen den Stationen seien gleichzeitig entweder touristisch relevante Orte und zusätzlich in großer Zahl Knotenpunkte zu anderen Rad- oder Wanderwegen. Damit sei die Infrastruktur der „Stolbike-Route“ direkt mit anderen Themen und Routen verknüpft.

Mit der Umsetzung der Streckenplanung wurde Holger Sievers beauftragt, der eine Cycling-Academy betreibt und über viele praktische Erfahrungen im Zusammenhang mit Streckenplanungen und Anforderungen an die Streckenführung verfügt. Sievers ist selbst als Mountainbiker bei verschiedenen Wettbewerben aktiv und war darüber hinaus unter anderem bei der Erarbeitung des Moutainbike-Wegenetzes der Städteregion und bei Routenplanungen der Landal Green Parks maßgeblich beteiligt.

In Grundzügen wurde die geplante Routenführung Ende März dieses Jahres dem Arbeitskreis Tourismus präsentiert. Auf Anregung des Arbeitskreises wurden im Anschluss einzelne Streckenabschnitte nochmals befahren und die Streckenführung optimiert.

Sievers soll in der Sitzung des ASKST die einzelnen Strecken vorstellen. Die Streckenführungen wurden von Sievers auf der Plattform „Outdooractive“ als Entwurf eingepflegt und sollen nach Abschluss des Projekts über diese online abrufbar sein. Das Tourenportal „Outdooractive“ ist Europas größte Outdoor-Plattform. Entscheidet sich der Ausschuss für die Routen, sollen die aktive Beschilderung und die Wegepflege folgen.

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