Stolberg: Musiker verbreiten Hochstimmung bei Schülerkonzert „Autumn Time“

Stolberg: Musiker verbreiten Hochstimmung bei Schülerkonzert „Autumn Time“

An einem mangelt es in einer Schule eigentlich nie: Stühle sind immer genug da. Und so musste niemand stehen beim Herbstvorspiel „Autumn Time“ des Musikstudios Stolberg in der Aula der Realschule l.

Insgesamt acht Bandprojekte und ein Solo-Auftritt, dargeboten von 24 Schülerinnen und Schülern unter der Leitung von Norbert Walter Peters, präsentierten Highlights aus Rock, Soul, Blues und Country. Da entwickelte „Lena“, wie immer in musikalischer Hochform, zu Kelly Clarksons „Because of You“ eine eigenständige Bassline, die dem Song ganz neue Aspekte gab.

Heike Guckes und Dominic Deserno spielten und sangen „Station on the Line“ von Countrysänger Raymond Burr nach dem Original Nashville-Code, einer speziellen Form der Notation. Einem Schüler des Musikstudios Stolberg mit guten Kontakten in die USA war es gelungen, vom Bruder des Komponisten eine Originalkopie der Komposition zu ergattern.

Cool und sehr souverän zeigten sich die „Engelhardt Sisters“ Lara und Jil mit ihren E-Gitarren bei ihrer Interpretation des Charthits „Heart skips a Beat“ von Olly Murs. Zuvor zeigten Tim Stumm, E-Gitarre, und Marvin Beckers, Bass, dass auch die U12-Mannschaft des Musikstudios schon weiß, wie man gemeinsam einen Auftritt rockt.

Mit Lampenfieber hatte auch das „Surprise Project“, ein auf Initiative von Bürgermeister Ferdi Gatzweiler entstandenes und von Norbert Walter Peters geleitetes Bandprojekt mit Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule Liester und der Realschule l, keinerlei Probleme. Mit Elton Johns „Can You feel the Love tonight“ eroberten Alexandros Liakatas und Nils Behrens, E-Gitarre, Lea Mertens, E-Bass, Marwan-Mamou Nouri, Piano, Tobias Scheepers, Drums, sowie Melissa Koltsch, Percussion, ihr Publikum. Diana Djamadi, Gesang, und Frederik Uhl, E-Gitarre, nahmen mit dem Titanic-Song „My Heart will go on“ ihr Publikum mit in die Filmromantik.

Lyrisch wurde es noch einmal mit dem Song „Tears in Heaven“ von Eric Clapton, dessen musikalische Herausforderungen Tobias Lehmkühler überlegen meisterte. Tobias ist so etwas wie der „Best Boy“ des Musikstudios: immer zur Stelle, sobald es irgendwo anzupacken gilt, etwa beim Abmischen oder beim Einrichten der Bühne.

Schließlich gehörte die Bühne den fortgeschrittenen „Old Stars“. „No Limits“ mit Hans Heinrich Pietsch, Bass, Boris Reich, E-Gitarre und Gesang, sowie Tobias Lehmkühler, E-Gitarre, brachten mit ihrer Improvisation à la Lennon/McCartney „Let it be Blues“ den Saal in Hochstimmung. Was die drei boten, war einfach nur irre. Bis hin zu dem Gag von Tobias Lehmkühler, auf dem Rücken Gitarre zu spielen.

17-jährige Powerfrau

Und dann kam Rania Amassio mit der Band „Way 2o“. Nach Kornél Kass und Robin Angermann ist die gerade mal 17-jährige Powerfrau mit der Mega-Stimme das nächste Supertalent des Musikstudios, das mit Sicherheit von sich reden machen wird. Man stelle sich die ganz junge Whitney Houston oder Amy Winehouse vor, und man hat einen Eindruck von Rania. Deren Hits „I will survive“ und „Back to Black“ klingen in Ranias hinreißendem Vortrag, als seien sie ganz speziell an sie vererbt worden. Dabei kann sie sich auf die versierte Unterstützung der Bandmitglieder Harry und Rajawarman Thulasithas, E-Gitarre/E-Bass, sowie Dr. Alexander Lürken-Uhl verlassen.

Und Kornél? Der lässt inzwischen alle teilhaben an seiner Ausbildung in der Schauspielschule Aachen. Ihm gelang nicht nur eine tolle Interpretation von Phil Collins’ „One more Night“ - er gestaltete mit den anderen eine Bühnenshow von Format. Logisch, dass das Publikum am Schluss Riesenapplaus spendete.