Stolberg: Mit Wolfgang Röbers Abschied geht eine Ära zu Ende

Stolberg: Mit Wolfgang Röbers Abschied geht eine Ära zu Ende

Es ist eine bewegende Verabschiedung gewesen, die vor allem Schüler und Lehrerkollegium dem scheidenden Schulleiter der LVR-Gutenberg-Schule bereitet haben. Vor 26 Jahren übernahm Wolfgang Röber die Leitung der Schule mit dem Förderschwerpunkt Sprache — nun geht er in den verdienten Ruhestand.

In einer Feierstunde beschrieben Schüler ihn als „immer nett, freundlich und fair“ sowie als „besten Schulleiter Wolfgang Röber“. Das vom Lehrerkollegium selbst geschriebene Lied „Alte Schule“ berührte Röber und die zahlreichen Gäste gleichermaßen. Musisch-künstlerische Fächer hatten für Röber stets einen hohen Stellenwert, und so erfreute es ihn umso mehr, dass die Schülerband „K’piert“ die Feierstunde mit drei Liedvorträgen bereicherte. „Ich danke Allen, die mir die tägliche Freude an der Leitung der Gutenberg-Schule ermöglicht haben“, betonte Röber in seiner Abschiedsrede — und dass es ein „Abschied mit Wehmut“ sei. Ulrich Wontorra, Schul-Dezernent des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) würdigte ausführlich Röbers Wirken: „Sie haben der Schule vor allem pädagogisch und inhaltlich Ihren Stempel aufgedrückt. Ich bin mir sicher, dieser Stempel wird auch nach Ihrer Verabschiedung nicht verblassen“, richtete Wontorra das Wort an Röber.

Der LVR-Dezernent nannte die erfolgreiche Einführung des gebundenen Ganztags im Jahr 2012 und das breite Sportangebot der Gutenberg-Schule als Beispiele und als Quintessenz: „Sie haben mehr als ein Vierteljahrhundert Kinder und Jugendliche auf hohem Niveau betreut.“ Wontorra lobte die von Röber geleitete Schule als „inklusives Modell“ und schloss mit den Worten: „Eine Ära, von der die Schule sehr profitiert hat, geht nun zu Ende. Ich danke Ihnen für alles, was Sie für Ihre und unsere Schule geleistet haben.“

Die große Vorbildfunktion Röbers beleuchtete Lars Oliver Effertz, stellvertretender Vorsitzender des Landschaftsausschusses Rheinland. „Er war nicht nur den Schülern ein Vorbild. Seinen Mitarbeitern lebte Wolfgang Röber stets vor, wie die Schüler zu größtmöglicher Eigenaktivität motiviert werden können, und wie sie darauf vorbereitet werden, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden.“ Röber habe immer über den Tellerrand hinausgeschaut, sagte Effertz, der auch an die Umzüge der Schule erinnerte, deren Leitung Röber bereits kurz nach der Gründung 1987 übernommen hatte.

Auf den Standort in Aachen-Laurensberg folgte im Schuljahr 1991/1992 der Wechsel in die Kupferstadt, zunächst auf die Liester. Nur zwei Jahre später bezog die LVR-Schule das Gebäude am Sperberweg, und ist seit 2011 am Rhein-Nassau-Weg beheimatet. „Zu den Standortwechseln kam die ständig wachsende Schülerzahl von einst zehn auf heute rund 240. Diese Unwägbarkeiten haben Sie mit Geschick und Feingefühl gemeistert“, erklärte Effertz.

Wolfgang Müllejans von der Städteregion Aachen ließ den beruflichen Werdegang Röbers Revue passieren und dankte dem scheidenden Schulleiter für seinen „langjährigen engagierten Einsatz“, bevor er ihm feierlich die Entlassungsurkunde überreichte.