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Spendenaktion für bedürftige Kinder: Mit kleinen und großen Freuden Zeichen setzen

Spendenaktion für bedürftige Kinder : Mit kleinen und großen Freuden Zeichen setzen

Der Verein zur Förderung bedürftiger Kinder, Jugendlicher und Familien startet seine Oster-Spenden-Aktion. Dabei werden Spielzeuge, Bücher, Hörspiele und Co. gesammelt. Der Bedarf ist in der Corona-Krise größer als in den vergangenen Jahren.

Besonders Familien, die finanziell auf eher schwachen Beinen stehen, seien von der Corona-Krise stark betroffen, meint Karin Njegovan. „Kinder und Jugendliche brauchen trotz Pandemie und Lockdown Beschäftigung, aber längst nicht alle Familien haben einen Garten, und wer ohnehin schon wirtschaftlich schwächer aufgestellt ist, hat in der Krise oft noch weniger Geld zur Verfügung“, meint die Vorsitzende des Vereins zur Förderung bedürftiger Kinder, Jugendlicher und Familien.

Dieser Stolberger Verein ruft jetzt zu einer Oster-Spenden-Aktion für Familien auf. „Der Bedarf ist da, und wir möchten damit auch Zeichen setzten, den Kindern und Jugendlichen zeigen: Ihr seid nicht alleine, wir denken an euch, und selbst in schwierigen Zeiten passieren auch schöne Dinge“, führt Njegovan aus.

Mit ihrer Mitstreiterin Wassilena Nauss will sie bedürftigen Familien Oster-Pakete zukommen lassen. „Spielsachen, Bücher, Hörspiele, Puzzle oder Gesellschaftsspiele können dabei auch gebraucht und gut erhalten sein. Kinder ärmerer Familien freuen sich auch über Süßigkeiten, die für sie längst nicht selbstverständlich sind“, sagt Nauss.

Mit Gutscheinen von Stolberger Einzelhändlern könnten sowohl bedürftige Familien, als auch die Geschäfte vor Ort in der Coronavirus-Krise unterstützt werden. „Und auch mit kleinen Geschenken kann man Kindern und Jugendlichen eine Freude machen“, betont Njegovan und nennt die Eiskugel-Aktion des Vereins als Beispiel: „Im Eiscafé Rovere am Kaiserplatz können Gutscheine für eine oder mehrere Eiskugeln gekauft und dort hinterlegt werden, die wir dann an bedürftige Familien weiterreichen.“

Karin Njegovan ist seit rund 20 Jahren in einer Jugendhilfeeinrichtung tätig und darüber mit vielen Familien in Kontakt gekommen, die am Existenzminimum leben. „Deshalb haben wir Anfang 2015 den Verein ins Leben gerufen, der direkte, schnelle und unbürokratische Hilfe leisten kann.“

Der gemeinnützige Verein habe bereits für einen jungen Menschen einen Führerschein finanziert oder beispielsweise bei einer Wohnungsrenovierung nicht nur Farbe und Material gestellt, sondern auch tatkräftig geholfen. „Wir sind nah dran und sehen, was die Familien benötigen“, sagt Njegovan.

Hilfreiche Projekte

„Wir finanzieren Therapien, die nicht von der Krankenkasse gezahlt werden oder haben bei der Anschaffung einer neuen Matratze, eines Kinderwagens oder einer Waschmaschine geholfen.“ Weitere Beispiele seien Kleidung oder altersgerechtes Spielzeug für Kinder – und aktuell die Oster-Spenden-Aktion.

Und auch für die Zeit nach der Corona-Pandemie schmiede der Verein Pläne, sagt Wassilena Nauss: „Etwa das Projekt ,Lese-Omas'. Dabei könnten ältere Menschen Kindern etwas vorlesen und sie für Bücher begeistern. Jung und Alt würden so zusammenkommen und gemeinsam sinnvolle Freizeit miteinander verbringen.“