MGV Büsbach und exzellente Solisten

Konzerterlebnis : Die „Männer in der Oper“ begeistern

Ein beeindruckend virtuoser Chor, professionelle Klavierbegleitung und grandiose Solisten – besser hätten die Zutaten für das jüngste Konzert des Büsbacher Männergesangvereins kaum sein können.

„Männer in der Oper“ war der Abend im gut besuchten Saal von „Angie‘s Bistro“ überschrieben, und die Männer auf der Büsbacher Bühne verstanden es außerordentlich, dem Publikum die klangliche Ästhetik sowie die abwechslungsreiche Vielfalt der Opernmusik zu präsentieren.

Auf hohem Niveau

Ob getragen oder schwungvoll – dem Büsbacher MGV gelang es meisterlich, die Gäste voller Harmonie und Leidenschaft in seinen Bann zu ziehen. Unter Chorleiter Josef Ottens Dirigat und von Theo Palm am Piano begleitet sangen die Herren unter anderem den „Abendchor“ aus „Das Nachtlager von Granada“ (Conradin Kreutzer) und „Sprühe Flamme, glühe Eisen“ aus Albert Lortzings „Der Waffenschmied“ sowie eine Kostprobe aus „Zar und Zimmermann“ (Lortzing) und begeisterten mit diesen frühromantischen Werken des musikalischen Biedermeiers die Zuhörer.

In vier Auszügen aus Wolfgang Amadeus Mozarts Singspiel „Die Zauberflöte“ brachte der MGV den Zeitgeist der Wiener Klassik nach Büsbach. Der Epoche der Romantik huldigte der Chor mit Extrakten aus Richard Wagners „Tannhäuser“, „Der fliegende Holländer“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“ ebenso wie mit Passagen aus Giuseppe Verdis „Don Carlos“. Mit „Fra poco a me ricovero“ aus „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti brachte der Büsbacher MGV zudem ein Werk des italienischen Belcanto zu Gehör und intonierte „Ita n‘è Beatrice“ aus Ermanno Wolf-Ferraris Oratorium „La Vita nuova“, das das gleichnamige Prosa-Jugendwerk Dante Alighieris vertont.

Einen bravourösen Anteil am Gelingen des Konzertabends auf hohem Niveau hatten zweifelsohne die Solisten. Aus den eigenen Reihen des Büsbacher Männergesangvereins unterhielten Josef Otten, Norbert Effenberg und Hans Dohlen die Zuhörer glänzend, und der MGV erfreute seine Gäste mit zwei professionellen Sängern aus dem Rundfunkchor des WDR. Tenor Kwon-Shik Lee und Bass Hee-Kwang Lee brillierten mit ihren Soli, und lautstarke wie langanhaltende Ovationen waren allen Akteuren gewiss. Dafür dankten MGV und die Solisten ihrerseits in Form einer Zugabe mit Gänsehauteffekt und beendeten das Konzerts mit dem Gefangenenchor „Va, pensiero“ aus Giuseppe Verdis „Nabucco“.