Stolberg: Medienentwicklung: Erst die Zielvereinbarung und dann die Unterstützung

Stolberg : Medienentwicklung: Erst die Zielvereinbarung und dann die Unterstützung

Der Medienentwicklungsplan für die Stolberger Schulen ist am Mittwoch ein Thema im Ausschuss für Schule, Kultur, Sport und Tourismus (ASKST). Laut dem nordrhein-westfälischen Schulgesetz ist der Träger einer Schule nicht nur dazu verpflichtet, Schulanlagen, Gebäude, Einrichtung und auch die entsprechenden Lehrmittel bereitzustellen und zu unterhalten.

Er muss auch dafür Sorge tragen, dass eine entsprechende digitale Infrastruktur an den Schulen vorhanden ist. Dafür stellt die Stadt in den kommenden drei Jahren jeweils 300.000 Euro bereit. Der Rat stimmte diesem Vorhaben bereits Ende 2017 zu. Nun stehen die nächsten Schritte an.

Zunächst waren die weiterführenden Schulen an der Reihe. Sie erstellten Medienkonzepte oder überarbeiteten diese. Unterstützt wurde dieser Prozess durch das Euregionale Medienzentrum Aachen, das die Konzepte auf die Kernelemente Unterrichtsentwicklung, Ausstattungsbedarf und Fortbildungsplanung überprüfte.

Folgende Fragen sollten in den Konzepten beantwortet werden: Welche Medien sollen zur Entwicklung von Lern- und Medienkompetenz in welchen Klassen und Fächern genutzt werden? Welche Software, technische Geräte, Internetanbindung wird benötigt, um die angestrebten Unterrichtsziele zu erreichen? Und welche Qualifizierung benötigen die Lehrkräfte zur Integration von Medien in ihrem Fachunterricht? Einige Konzepte wurden bereits als schlüssig eingestuft, andere hingegen werden überarbeitet. Das Ziel: Bis Anfang Mai dieses Jahres sollen von allen weiterführenden Schulen abgestimmte und schlüssige Konzepte vorliegen.

Bis zu den Sommerferien

Eingebunden sind auch die Stolberger Grundschulen. Die Grundschule Hermannstraße hat bereits ein Medienkonzept für die Schule erstellt, das von den Medienberatern des Medienzentrums als sehr gutes und rundes Konzept beurteilt wurde. Auf der Grundschulleiterkonferenz Ende Februar sollte dieses Konzept vorgestellt werden. Bis zu den Sommerferien sollen alle Stolberger Grundschulen ein Konzept erstellen.

300.000 Euro sind jährlich im Haushalt eingestellt. Um allen Schulformen gerecht zu werden, schlägt die Verwaltung vor, dass die Mittel in diesem Jahr nach den Schülerzahlen aufgeteilt werden. In Zahlen ausgedrückt, bedeutet dies:

Die Grundschule Atsch (184 Schüler) soll 10.850 Euro erhalten, die Grundschule Bischofstraße (260 Schüler) erhält 15350 Euro, die GS Breinig (264 Schüler) soll 15580 Euro erhalten, die GS Gressenich (167 Schüler) soll 9855 Euro bekommen, die GS Grüntal (198 Schüler) soll mit 11690 Euro bedacht werden, die GS Hermannstraße (218 Schüler) soll 12870 Euro bekommen. Insgesamt 14760 Euro soll es für die GS Donnerberg (250 Schüler) geben, die GS Mausbach (107 Schüler) soll 6315 Euro erhalten. Für die GS Prämienstraße (211 Schüler) soll es 12460 Euro geben, die GS Zweifall (153 Schüler) soll 9025 Euro bekommen.

Und wie sieht es bei den weiterführenden Schulen aus? Die Realschule Mausbach (351 Schüler) soll 20.710 Euro erhalten, für das Goethe-Gymnasium (760 Schüler) soll es 44.860 Euro geben, das Ritzefeld-Gymnasium (645 Schüler) soll mit 38.060 Euro bedacht werden, die Gesamtschule Auf der Liester (716 Schüler) soll 42.260 Euro erhalten, für die Kupferstädter Gesamtschule (466 Schüler) soll es 27.505 Euro geben. Ob diese Art der Verteilung angewendet wird, entscheidet der ASKST in seiner Sitzung am Mittwoch.

Das Geld sollen die Schulen nur erhalten, wenn sie ein Medienkonzept erstellt haben und eine Zielvereinbarung mit der Verwaltung über die Anschaffungen für die Jahre 2018 bis 2020 abgeschlossen wurde. Auch über dieses Vorhaben, entscheidet der Ausschuss am Mittwoch. Zudem soll die Verwaltung damit beauftragt werden, einen Medienentwicklungsplan für die Jahre 2018 bis 2020 aufzustellen, der dann in einer der nächsten Sitzungen dem Ausschuss zur Beschlussfassung vorgelegt werden soll. Zum Ende eines Jahres soll die Verwaltung zudem eine Evaluation des bisherigen Prozesses zusammenstellen und diese dem Ausschuss vorlegen.

(se)
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