L 238 zwischen Eschweiler und Stolberg: Dritter Abschnitt kommt

Landesstraßenplanungsprogramm : Dritter Bauabschnitt aufgenommen

Am Freitag wird Hendrik Wüst (CDU) dem Verkehrsausschuss des Landtages mitteilen, dass der dritte Bauabschnitt der L 238 zwischen Eschweiler-Pumpe und Stolberg-Steinfurt in das Landesstraßenplanungsprogramm aufgenommen wird.

Im kommenden Jahr soll die Planung anlaufen.

Im September angekündigt

Das hatte der NRW-Verkehrsminister bei seinem Besuch des Euregio-Railport-Probelaufs im Stolberger Hauptbahnhof im September bereits angekündigt. Donnerstagabend hat sein Ministerium bereits den Obleuten der Fraktionen im Ausschuss für Verkehr zur Vorbereitung der Sitzung Eckpunkte zum neuen Landesstraßenplanungsprogramm zugeleitet. Darin sind im Wesentlichen Maßnahmen des Landesstraßenbedarfsplans aus 2006 bewertet, die von der Vorgänger-Regierung auf Eis gelegt worden waren. Mehr als 100 gestoppte Straßenbauprojekte würden auf Weiterführung geprüft, hatte Wüst im September in Stolberg gesagt.

Das betrifft in unserer Region vor allem den dritten Bauabschnitt der Eschweiler- / Stolberger Straße. Diese Landesstraße 238 ist aus Sicht von Wüst ein wichtiger Autobahnzubringer für den Stolberger Güterbahnhof, der als Euregio-Railport zu einem Hinterland-Terminal des Hafens Rotterdam ausgebaut werden soll. Wie angekündigt, unterstützt die Landesregierung das Projekt, um mehr Güter von der Straße auf die Schiene zu verlagern. 2011 hatte sein Vorgänger Harry Voigtsberger (SPD) den fehlenden dritten Bauabschnitt als „nicht mehr vorrangig zu planen“ eingestuft. Die CDU/FDP-Landesregierung will den Lückenschluss jetzt vorrangig angehen.

Das hatte Wüst bereits vor Ort gegenüber unserer Zeitung betont: „Der Ausbau des Euregio-Railports ist für unser Land so wichtig, dass er nicht an einem dritten Bauabschnitt einer Landesstraße scheitern darf.“ Wüst will mit Blick auf wachsende Verkehrsbelastungen Güter vermehrt von der Straße auf die Schiene bringen. Dabei seien Hinterlandterminals der Seehäfen für NRW wichtige Knotenpunkte. Entsprechend qualifiziert gestaltet sein müssten dazu die Verkehrswege in der Region. In Eschweiler müssten dabei die Bewohner von Pumpe-Stich vom Schwerlastverkehr entlastet werden. Dazu sei der dritte Bauabschnitt der L 238 erforderlich, so Wüst.

Als Bürgermeister begrüßte am Abend Tim Grüttemeier die Entscheidung von Wüst als „weiteren Meilenstein in der Entwicklung des Euregio-Railports“ und als „wichtiges Schlüsselprojekt des Strukturwandels“ in der Region. Der Railport gilt auch als ein Initiativprojekt beim Mobilitätswandel. Zugleich würden Bürger von Schwerlastverkehr entlastet.

Und noch ein weiteres Projekt steht im neuen Landesstraßenplanungsprogramm, das in Stolberg schon lange erwartet wird: der Anschluss an die Autobahn 44 bei Geisberg im Rahmen des Ausbaus der Ortsumgehung Eilendorf. Der Vorentwurf dieser Landesstraße 221 zwischen Eilendorf und Geisberg (L236) soll laut Wüst im kommenden Jahr 2019 abgeschlossen werden.

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